Mit Verärgerung reagiert Günter Münch, Fraktionssprecher der Freien Wähler in Adelsdorf, auf einen Antrag der örtlichen CSU-Fraktion bezüglich der Einrichtung eines Ärztehauses sowie der Erstellung eines Konzepts für die Bereiche "Versorgung und Pflege". Münch weist in einer Stellungnahme darauf hin, dass die Freien Wähler bereits Mitte August einen Antrag gleichen Inhalts an die Gemeinde gerichtet haben.

Bereits zum wiederholten Male habe die CSU sich an Anträgen der Freien Wähler bedient. So seien die Freien Wähler seit Monaten mit den Bürgern entlang der Staatsstraße 2264 in Gesprächen. "Hier beantragten wir Geschwindigkeitsbegrenzungen (dies ist mittlerweile umgesetzt) weitere Lärmschutz- und verkehrsberuhigende Maßnahmen. Kaum hat die örtliche CSU dies mitbekommen, nimmt man das Thema auf und stellt ähnliche Anträge auf die Verkehrsberuhigung. Fehlen hier die Themen für die bevorstehenden Kommunalwahlen? Ist man nicht nah genug am Bürger dran, um hier aktuelle, vor allem neue Themen einzubringen? Muss man sich hier wirklich mit fremden Federn schmücken? Scheinbar schon, denn anders kann ich mir eine derartige Vorgehensweise nicht erklären", erregt sich Münch.

Man dürfe die Bürger nicht für dumm verkaufen. In der Schule würde man für derartige Abschreibungen eine glatte 6 bekommen und die Thematik wäre damit erledigt, meint der FW-Sprecher. Außerdem würden Flächen für Seniorenheime und die Tagespflege aktuell bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes entstehen, deshalb müsse über dieses Thema nicht mehr gesprochen werden. red