In der Diskussion über ein mögliches zusätzliches Windrad bei Mühlhausen meldet sich Marcus Beutel zu Wort. Er ist einer der Anwohner, die Unterschriften gegen das Projekt gesammelt haben:

"Wir sind Bürger der Gemeinde Mühlhausen, Voranbringer und Befürworter der Energiewende und haben die Gemeinderatssitzung am 1. Dezember aufmerksam verfolgt. Wir sind keine Gegner, wie in der Sitzung tituliert, und möchten auch nicht als solche bezeichnet werden. Ohne uns Bürger könnte Mühlhausen heute nicht 44 800 Durchschnittshaushalte, das sind rund 100 000 Menschen, mit Energie versorgen (Quelle: Marktstammdatenregister öffentlich zugänglich). Dies konnte nur erreicht werden, weil wir als Bürger bereit dazu waren, bis zu einem gewissen Maß Einschränkungen und Belastungen für die Energiewende hinzunehmen.

Mühlhausens Bürger haben ja bereits Erfahrung mit Wind und Sonne. Allen ist daher klar, was die Erweiterung des Windparks - vor allem in dieser angedachten Lage - bedeuten würde. Gerade deshalb ist das Infragestellen am Zustandekommen der 388 Unterschriften (die für die Einhaltung des Schutzbereichs 10H abgegeben wurden) nicht angebracht. Diese Zweifel wurden unter anderem auch vom Freie-Wähler-Gemeinderat Ralf Geyer geäußert. Originalzitate: ,Wie geht man raus und redet mit den Leuten? Darum bin ich skeptisch bei solchen Unterschriften.‘

Diese Aussage ist für uns nicht nachvollziehbar. Und für 388 Bürger, die sich engagieren und eine neutrale Beurteilung der Situation wünschen, ein Schlag ins Gesicht. Wir stellen uns auch nicht hin und sagen ,Ist es denn objektiv, wenn ein Mitarbeiter der Firma Wust, Wind & Sonne, der gleichzeitig ein Ratsmitglied ist, das Projekt Windpark vorantreibt?‘." red