Traditionell machen sich Bewohner und Mitarbeiter der Laufer Mühle im Mai zu einer Wallfahrt auf. Mit 50 Personen zog die Pilgergruppe vom Behandlungszentrum im unteren Aischgrund zu den drei Stationen nach Haid, Willersdorf und schließlich auf den Kreuzberg, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die seelsorgerische Betreuung hatte Pater Jörg Eickelpasch vom Deutschen Orden übernommen, der in seinen Betrachtungen die Mutter Gottes als "Knotenlöserin" vorstellte. Dabei machte der Geistliche den suchtkranken Menschen Mut, sich den vielen Sorgen und Problemen, aus denen sich die Abhängigkeit entwickelt hat, zu stellen und gemeinsam mit den Therapeuten nach Lösungen zu suchen. "Habt Vertrauen in eure Fähigkeiten und Fertigkeiten - und so werdet ihr auch viele der Hindernisse, die euch im Wege stehen, überwinden", so der Seelsorger in seiner Predigt an die Mühlenwallfahrer. Um die Kraft Gottes baten dann die Mühlenpilger in ihren vorgetragenen Fürbitten, damit sie die Knoten, die sich in ihren Lebensbiografien gebildet und sie schließlich in die Abhängigkeit getrieben haben, wieder lösen können. Bei einer zünftigen Brotzeit mit alkoholfreien Getränken, die der Freundeskreis Laufer Mühle spendiert hatte, klang der Bittgang auf den Kellern in Hallerndorf in froh gelaunter Stimmung aus. red