Die Tierschützerin Marion Damm betreut schon seit 23 Jahren zusammen mit ihrer Familie einen Krötenzaun an der Straße zwischen Ummersberg und Busendorf im Itzgrund. "Der Regen und die etwas wärmern Temperaturen sorgten dafür, dass schon 2000 Kröten sicher über die Straße getragen werden konnten. Es werden aber sicher noch einige folgen", sagt Damm. Solange die Wanderung anhält, sei täglich jeweils am Vormittag und Abend ein aufwendiger Einsatz notwendig. "Oft sind wir bis spät in der Nacht unterwegs. Die ersten Tiere werden in den nächsten Tagen bei feuchtem und warmem Wetter schon wieder zurücklaufen. Dann gilt es, den Krötenzaun aufzumachen", erzählt die Tierschützerin weiter. Manchmal hat sie fleißige Helfer wie die Mitglieder der Jugendgruppe "Monsterpfoten" vom Tierheim Lichtenfels.
Bei den Einsätzen am Straßenrand werden Warnwesten getragen. Jedes Kind hat einen Eimer dabei, in dem die gefundenen Tiere vorsichtig hineingelegt werden. "Oft gibt es die Kröten auch im Doppelpack. Die kleineren Männchen lassen sich gern auf dem Rücken der größeren Weibchen zum Laichplatz tragen. Aber nicht alle Tiere fallen in die Eimer. Manche verstecken sich geschickt im Gras. Diese Erdkröten zu entdecken, macht den Kindern besonders viel Freude", betont Damm. Die Krötenrettung sei ein intensives Naturerlebnis, das besonders die jungen Teilnehmer nie vergessen werden. JS