Wer wird Halbzeitmeister in der Fußball-Bezirksliga West? Der TSV Mönchröden oder doch der TSV Burgebrach? Dies ist die spannendste Frage am 15. Spieltag.

Der TSV Mönchröden lässt derzeit die Konkurrenz ziemlich alt aussehen. Die letzten acht Spiele gewannen die "Mönche" allesamt, fünf davon zu Null. Nach dem glücklichen 3:2-Sieg im Topspiel gegen den TSV Schammelsdorf behaupteten sie den ersten Tabellenplatz vor dem TSV Burgebrach.

Bezirksliga West

FC Mitwitz (9.) -

TSV Mönchröden (1.)

Der FC Mitwitz steht am Samstag um 14 Uhr zum Abschluss der Hinrunde deshalb vor einer Mammutaufgabe im Nachbarderby. Neben den starken Leistungen des TSV kommt für den FC Mitwitz erschwerend hinzu, dass er ein Lieblingsgegner der Mönchrödener zu sein scheint. Die letzten sechs Ligaspiele gingen alle verloren. Dessen ist sich auch Trainer Erik Vetter bewusst. "Wir werden versuchen, uns so gut wie möglich zu verkaufen. Ein Punkt wäre für uns überragend. Das müssen wir einfach realistisch sehen", macht er sich keine Illusionen.

"Mönche"-Trainer Thomas Hüttl ist hingegen vorsichtiger. Er zeigt mit erhobenem Zeigefinger auf den Gegner und denkt dabei an das jüngste Aufeinandertreffen im Juni zurück: Im Pokalspiel verspielte seine Elf leichtfertig eine 2:0-Führung zur Halbzeit und verlor das Spiel anschließend im Elfmeterschießen. Dies soll seiner Mannschaft nicht wieder passieren.

Deshalb warnt er davor, den Tabellenneunten zu unterschätzen. Hüttl erwartet ein Spiel mit vielen Zweikämpfen und einen Gegner, der alles in die Waagschale werfen wird. Auch wenn Mitwitz gegen die Topmannschaften der Liga bisher keine Punkte einfahren konnte, erwiesen sie sich meist als ein unangenehmer Gegner, weiß Hüttl.

Und das ist auch der Plan seines Gegenübers. Die Mitwitzer wollen das Aufbauspiel der "Mönche" zerstören. "Wir setzen drei Mann, die das Zweikampf- und Wadenbeißer-Gen haben, auf die Spielmacher an. Dadurch wollen wir versuchen, die stärksten aus dem Spiel zu nehmen", erklärt Vetter. Denn in diesem Bereich sieht er das Erfolgsrezept des Tabellenführers. "Sie haben zum Beispiel mit Göhring, Ehrlich und Scheler so schnelle Spieler, die über die Außenbahnen kommen und den Ball immer gut in die Schnittstellen spielen. Das ist bombastisch und immer schwer zu verteidigen." dob/lg TSV Mönchröden: Wegener - Köhn, Bonengel, Salaske, Schubert, Stammberger, Beichel, Scheler, Emig, Engelhardt, Holzheid, Knauer, Puff, Pleiner, Punzelt, Schad, Ehrlich, Göhring, Späth / Es fehlen: Ciray, Müller, Bayersdorfer, Bauer, Biemann / Trainer: Thomas Hüttl

TSV Burgebrach (2.) -

SV Ketschendorf (12.)

Das Kopf-an-Kopf-Rennen mit Mönchröden so lange wie möglich fortsetzen ist das Ziel von TSV-Trainer Christian Trunk, dessen Team sich in bestechender Form befindet. Nicht nur aufgrund der schlechten Bilanz der Gäste - seit sieben Runden ohne Sieg - gehen die auf allen Positionen stark besetzten und noch ungeschlagenen Burgebracher als klarer Favorit in dieses Spiel. Die Ketschendorfer haben zuletzt den Sieg nicht über die Zeit gebracht:

"Wir waren zwar klar besser, haben es allerdings versäumt den Deckel mit einer der vielzähligen Chancen drauf zu machen. Wie es eben so ist, wird das bestraft und am Ende muss man mit dem Punkt leben", trauert Spielertrainer Patrick Schuberth dem 2:2 gegen Stegaurach noch nach.

Jetzt würden zwei schwere Auswärtsspiele auf seine Jungs warten, "aber wir haben hier keinen Druck. Die Punkte müssen wir gegen unsere direkten Kontrahenten holen. Trotzdem gibt es nichts zu verschenken und wir wollen die Distanz zu den letzten drei Plätzen halten. Deshalb werden wir trotz großer personeller Probleme auch wieder kämpfen und versuchen was mitzunehmen".

SV Ketschendorf (Aufgebot): Derr, Frauenhofer, Holder, Hübner, Jungkunz, Kerschagl, Mayer, Mönch, Reuss, M. Schwesinger, S. Schwesinger, Wandrai, Wuttke, Hanff / Es fehlen: Beetz, Dietz, Ford, Luther, Schuberth, Shabestari, Knoch (alle verletzt oder verhindert)

TSV Schammelsdorf (3.) -

TSV Meeder (8.)

Mentales Aufrichten war für Schammelsdorfs Trainer Dominik Kauder nach den kuriosen Vorfällen beim 2:3 in Mönchröden. Kurios deshalb, weil sich das Team vom Schiedsrichter verschaukelt fühlte. Vor allem der "geschenkte" Elfmeter, der kurz vor Schluss zur 2:3-Niederlage führte, wurmt gewaltig. Nach vorn schauen und den "Dreier" einfahren ist die Devise des heimischen TSV. Der Neuling aus Meeder ließ aber jüngst durch ein 2:0 gegen den SV Merkendorf aufhorchen, auch gegen das Liga-Spitzenduo spielte der Gast gut mit. Ob Meeder den "Mönchen" Schützenhilfe leisten kann?

TSV Meeder (Aufgebot): Komm/Eckhardt - Domann, P. Höhn, Gemeinder, S. Höhn, Bohl, T. Scheler, Gleißner, Pietsch, Kraußer, Riemenschneider, Mujanovic, Steiner, C. Dreßel, Wächter, L. Dreßel / Es fehlt: Pflaum (verletzt). / Trainer: Simon Schiller ps/ct