Die Top-4-Teams der Bezirksliga Oberfranken West wären am Wochenende unter sich gewesen - allerdings musste die Begegnung des TSV Schammelsdorf (4.) gegen den TSV Burgebrach (1.) abgesagt werden. Etliche Corona-Fälle im Team der Gäste haben die Verlegung nötig werden lassen. Wann die Partie nachgeholt wird, steht allerdings noch nicht fest. Umso mehr steht nun aber das zweite Topspiel im Fokus: Der TSV Mönchröden (2.) empfängt am Sonntag (15 Uhr) den SV Merkendorf (3.).

Coronagebeutelt ist auch der TSV Meeder mit mindestens fünf positiven Fällen. Das Gastspiel am Sonntag beim TSV Breitengüßbach (14 Uhr) soll aber wohl stattfinden.

TSV Mönchröden (3.) -

SV Merkendorf (2.)

Erst am Sonntag um 15 Uhr steht für den TSV Mönchröden nach dem Gipfeltreffen in Burgebrach das nächste Spitzenspiel gegen den SV Merkendorf auf dem Programm. Beide Mannschaften teilen sich derzeit mit bisher 44 Punkten den zweiten Platz. Allerdings absolvierte der SV Merkendorf schon zwei Spiele mehr. Obwohl die "Mönche" einen Last-Minute Ausgleich beim Spitzenreiter hinnehmen mussten, ist die Stimmung im TSV-Lager alles andere als negativ. Auch wenn sich der Ausgleich zunächst wie ein herber Rückschlag anfühlte, blickt die Mannschaft um Kapitän Niklas Ehrlich nach vorne. Schließlich hat sich an der tabellarischen Gesamtsituation durch das Unentschieden nichts verändert. Die Hüttl-Elf hat im Aufstiegsrennen nach wie vor alles in der eigenen Hand.

Dass die bevorstehende Partie für die "Mönche" kein leichtes Unterfangen ist, wird mit einem Blick auf das letzte Aufeinandertreffen deutlich. Dort verlor Mönchröden sein bisher einziges Saisonspiel mit 0:1. Demzufolge dürfte die Motivation bei den TSV-Spielern besonders hoch sein, die Niederlage aus dem Hinspiel vergessen zu machen.

Trainer Thomas Hüttl erwartet einen sehr unbequemen Gegner, der besonders im Umschaltspiel seine Stärken aufweist: "Wir stellen uns auf einen tief stehenden Gegner ein, der versucht, über das Umschaltspiel erfolgreich zu sein. Wir müssen geduldig spielen, auf unsere Chancen warten und diese auch nutzen." Ein besonderes Augenmerk wird die Defensive um Stammberger und Co. auf Marc Dürbeck werfen, der bereits 18 der bisher 44 Treffer des SV Merkendorf erzielte. Auch im Hinspiel sorgte Dürbeck nach einem Konter für den Siegtreffer.  lg TSV Mönchröden: J. Köhn, Kühn, Salaske, Schubert, Stammberger, Lauerbach, Späth, Scheler, Emig, L. Köhn, Holzheid, Puff, Pleiner, Ehrlich, Beichel, Göhring / Es fehlen: Ciray, Punzelt, Bonengel, Engelhardt, Knauer, Biemann, Müller, Bayersdorfer, Schad (verletzt, krank oder in der Reserve)

TSV Ebensfeld (15.) -

SV Ketschendorf (12.)

Drei Zähler hat der TSV Ebensfeld erst auf seinem Konto. Dennoch ist der Relegationsrang bei sechs Punkten Rückstand noch drin. Dazu bedarf es aber endlich der nächsten Zähler. Ketschendorf ist nach dem 2:2 gegen Meeder bei 17 Punkten angelangt und damit noch nicht aus dem Schneider. Im Hinspiel behielt Ketschendorf mit 4:2 die Oberhand.

"Wie nahezu alle Teams haben auch wir aktuell mit vielen kranken Spielern zu kämpfen. Allerdings wollen wir nicht jammern, wir haben einen großen Kader, und egal wer am Wochenende in Ebensfeld aufläuft, sind wir gut genug, um zu punkten", sagt Spielertrainer Patrick Schuberth. "Schließlich wollen wir ja die Klasse halten, da ist ein Sieg beim Tabellenletzten natürlich Pflicht und demnach ist es auch unser Ziel, drei Punkte aus Ebensfeld zu entführen." Die Partie beginn am heutigen Samstag um 16 Uhr. ct SV Ketschendorf: Shabestari/Knoch - Beetz, Dietz, Endler, Ford, Frauenhofer, Holder, Hübner, Jungkunz, Kern, Kerschagl, Luther, Mayer, Mönch, M. Schwesinger, Wandrei / Es fehlen: Derr, Hanff, Reus, Schneider, Schuberth, S. Schwesinger, Seyfarth, Thomas, Wuttke (alle verletzt oder krank)

TSV Breitengüßbach (6.) -

TSV Meeder (8.)

Nach dem 1:4-Debakel beim TSV Marktzeuln tritt der TSV Meeder am Sonntag (14 Uhr) zum nächsten Bezirksliga-Auswärtsspiel in Breitengüßbach an. In der Hinrunde kam die Mannschaft von der Nerde in Abwesenheit ihres Trainers Simon Schiller bereits mit 1:6 unter die Räder, beim neuerlichen Schlagabtausch stehen die Vorzeichen ebenfalls alles andere als gut. Zwar steht Meeder als Tabellenachter nach wie vor solide da, in der Fremde will es mit Erfolgen aber einfach nicht klappen. Nur einen Punkt konnte der TSV aus seinen acht Auswärtspartien holen. Auch personell wird es dünn beim Vorjahres-Kreisligameister: Ein Quintett an Spielern fällt bereits mit einem positiven Corona-Befund sicher für das Spiel in Breitengüßbach aus. Fehlen werden definitiv auch die Langzeitverletzten Leon Pietsch und Dominik Gleißner (beide Knie). Da Meeder in den letzten vier Pflichtspielen insgesamt 21 Spieler eingesetzt hat, wird die Partie nur abgesagt, wenn der TSV mehr als neun positive Fälle nachweisen kann. Das geht aus dem Corona-Paragrafen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hervor, nachdem eine Mannschaft mit 13 Spielern im Kader spielfähig ist. Verletzte und angeschlagene Spieler zählen hierbei nicht. Trotz der angespannten Personalsituation nimmt Simon Schiller sein Team in die Pflicht: "Wir müssen ein ganz anderes Gesicht zeigen, um bei einem starken Gegner zu bestehen." Mit der Leistung und Einstellung seiner Spieler beim letzten Spiel in Marktzeuln zeigt er sich überhaupt nicht einverstanden. Vielmehr erwartet er von seiner Mannschaft nun eine Reaktion. cd TSV Meeder: Eckhardt, Komm - Krumm, Mujanovic, Kraußer, Schiller, Dreßel C., Gemeinder, Steiner, Wächter, Bohl, Maisel, Riemenschneider, Pflaum, Holzheimer, T. Scheler