"Die Feuerwehrleistungsprüfung ist der Nachweis dafür, dass man die Grundlagen für einen Löschangriff sicher beherrscht. Diese sollte jeder Feuerwehrmann im Ernstfall einsetzen können", so der Reiterswiesener Feuerwehrkommandant Bernd Ort. Alle zwei Jahre unterziehen sich Feuerwehrleute erneut der Prüfung. Heuer hieß es für 17 Feuerwehrler, darunter drei Frauen und zwei Jugendliche: "Wasser Marsch, nur nicht trödeln." Unter den strengen Augen der Schiedsrichter (Kreisbrandmeister Steffen Kiesel, Stadtbrandinspektor Harald Albert sowie Horst Krapf) stellten sie ihr Können unter Beweis. Für Bernd Ort ist es wichtig, eine gut ausgebildete und schlagkräftige Truppe zu haben, die im Einsatz schnell und sicher handelt: "Die Vorbereitung und die Leistungsprüfung ist für uns wichtig, damit die Feuerwehrleute immer auf dem neuesten Stand der Technik und den steigenden Herausforderungen der modernen Brandbekämpfung gewachsen sind."

"Die Gruppe im Löscheinsatz" lautete die Aufgabenstellung. Neben dem Aufbau eines Löschangriffes wurden noch Knoten und Stiche sowie theoretische Aufgaben verlangt. Wie in den Schulungen reichlich geübt, wurden dann alle Aufgaben mit Bravour gemeistert. Denn auch im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen. Zum Schutz der Bevölkerung und zur eigenen Sicherheit entscheidet im Ernstfall schnelles und sicheres Handeln über den Erfolg eines Einsatzes. Nicht selten geht es dabei um Menschenleben. Heuer war erstmalig ein Löschangriff mit Atemschutz in die Prüfung eingebaut. Dabei wurde ein Löschangriff im Gebäude simuliert. Dies komme der Realität näher, erläuterte der Kommandant. Für Fabian Kiesel ist es die zweite Prüfung: "Für mich bedeutet die Leistungsprüfung, dass mein Leistungsstand überprüft wird, damit im Ernstfall jeder Griff sitzt." Sandro Simon stimmt Fabian Kiesel zu. Er sagt: "Seit meinem Eintritt in die Wehr habe ich vier Mal die Prüfung abgelegt. Es ist für mich wichtig, dass man mit Kameraden den unterschiedlichsten Leistungsstand übt, damit man im Einsatz gut vorbereitet ist und mit jedem Kollegen harmoniert."