Dass die Stadt sehr um das Wohlergehen der Bürger bemüht ist, spiegelt sich in der Durchführung des Gesundheitstages für alle Mitbürger wider. Er findet am Sonntag, 16. Februar, in der Gerold-Strobel-Halle am Schlossplatz in Bad Rodach statt. In der Zeit von 13 bis 17 Uhr können sich aber nicht nur Bürger aus Bad Rodach, sondern auch die Nachbarn aus den umliegenden Gemeinden in Thüringen und Bayern über Themen wie Arthrose, Burnout, Demenz und Diabetes usw. informieren. Gleichzeitig bietet sich ihnen die Gelegenheit, sich bei einer Typisierungsaktion als freiwilliger Stammzellenspender registrieren zu lassen, die die Stiftung für krebskranke Kinder Coburg zusammen mit der Stiftung AKB anbietet.

Die schreckliche Blutkrankheit Leukämie kann jeden jederzeit treffen. Für viele Patienten ist eine Stammzellentransplantation noch immer die letzte Chance auf Überleben, ja sogar auf Heilung.

Dabei werden die krank machenden Zellen im Patienten durch die gesunden Stammzellen eines Spenders ersetzt. Nur für 25 Prozent der Betroffenen können Spender innerhalb einer Familie gefunden werden, für alle anderen muss ein Fremdspender gefunden werden.

In einem weltweiten Register haben sich bereits über 36 Millionen potenzielle Stammzellspender und damit Lebensretter registrieren lassen. Trotz dieser beachtlichen Zahl findet aber noch immer jeder fünfte Patient keinen passenden Spender. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sich noch viel mehr Menschen typisieren lassen, um irgendwann jedem Patienten eine Chance auf Heilung geben zu können, heißt es in einer Pressemitteilung der "Stiftung für krebskranke Kinder Coburg".

Der Bürgermeister von Bad Rodach, Tobias Ehrlicher, hat 2014 bereits selbst Stammzellen gespendet. Er bittet jeden, im Rahmen seiner Möglichkeiten zu helfen: "Lassen Sie sich typisieren, rufen Sie in Ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis dazu auf, zu unterstützen." Auch Landrat Sebastian Stra ubel als Schirmherr des Gesundheitstages Bad Rodach würde sich über eine rege Teilnahme freuen.

Die Typisierung dauert nur wenige Minuten. Aus ein paar Bluttropfen werden die bestimmten Gewebemerkmale bestimmt, die dann im weltweiten Spenderregister gespeichert werden und allen Suchzentren und Transplanteuren zur Verfügung stehen. Jeder Gesunde zwischen 17 und 45 Jahren kann sich registrieren lassen. Die Ausschlusskriterien und weitere Informationen sind auf der Homepage der Stiftung AKB www.akb.de zu finden.

Auch wer die Altersgrenze überschritten hat oder aus anderen Gründen nicht in die Spenderkartei aufgenommen werden kann, kann trotzdem viel bewirken: Weil die Typisierung jedes Einzelnen Kosten von 35 Euro erzeugt, die nicht von staatlicher Stelle oder von Krankenkassen getragen werden, ist die "Stiftung AKB" in der Arbeit auf Spendengelder angewiesen. red