Zu Beginn des neuen Schuljahrs begrüßte die Montessori-Schule die Schüler der Klassen 1 bis 4 mit neuem Mobiliar. "Hell, offen und freundlich", fasst die Schulleiterin Dina Cerisier zusammen. Und erläutert gleich die konzeptionelle Dimension: "Mit den flexibel zu arrangierenden Tischen können die Kinder in verschiedenen Teams zusammenarbeiten". Schnell führen die Schüler vor, wie die Tische mit Rollen an zwei Seiten einfach verschoben werden können, so dass aus einer Vierer- eine Sechsergruppe wird oder die Kinder einzelne Arbeitsplätze erhalten. Als letzte Veränderungselemente kamen in den Sommerferien noch weiße Regale für die Montessori-Materialien hinzu.
In der Montessori-Pädagogik stellt das selbstorganisierte Arbeiten, die sogenannte Freiarbeit, einen elementaren Teil des Lernens dar. Ein schwedisches Sprichwort beschreibt dabei den Raum als dritten Pädagogen neben den anderen Kindern und den Lehrkräften.
Darüber hinaus ändern sich mit dem wachsenden Anspruch an Schule als Lern- und Lebensort gleichzeitig auch die Anforderungen an das Mobiliar. Den Veränderungsprozess initiierten die Lehrkräfte bereits im Jahr 2015 durch die pädagogische Beratung der Montessori-Akademie Biberkor.
Seitdem erarbeitete das sogenannte "Modernisierungs-Team" ein umfassendes Konzept, das dann bis zum Ende der Sommerferien umgesetzt wurde. Nun freuen sich alle über die neuen Räume - manche einfach nur, weil es schön aussieht, und manche auch noch, weil sie spüren, wie diese Veränderungen zur Arbeit mit den Materialien einladen.
Susanne Hehn