Im Rahmen des Landkreis-Klimaschutzkonzeptes entsteht für die Gemeinden in Erlangen-Höchstadt ein Elektromobilitätskonzept.

Um neben Elektromobilität und Ladeinfrastruktur auch das aktuelle und regionale Mobilitätsangebot für Bürger zu ermitteln und zu verbessern, lässt der Landkreis eine öffentliche Befragung zum Mobilitätsverhalten durchführen. Dabei sollen insbesondere die Bedarfe unterschiedlicher Nutzergruppen in die Konzeption einfließen, um unter Berücksichtigung der Kenntnisse und Anregungen der Bürger das derzeitige Mobilitätsangebot neu zu gestalten. Das teilt das Landratsamt mit.

Das Landkreis-Klimaschutzmanagement ruft zur Teilnahme auf, um gemeinsam einen Beitrag zu einer noch besseren Mobilität in der Region zu leisten. Teilnehmer haben die Möglichkeit, Probleme und Hürden ihrer täglichen Wege in einer digitalen Karte einzuzeichnen. Sie können mitteilen, vor welchen Herausforderungen sie im täglichen Verkehr stehen, ob sie gern mit dem Fahrrad fahren und welche Zusatzleistungen öffentliche Verkehrsmittel bieten müssen, damit sie mit Bus und Bahn zur Arbeit fahren.

Die Befragung läuft von Montag, 20. Juli, bis Freitag, 9. August. Die Teilnahme ist bequem online unter www.erlangen-hoechstadt.de/leben-in-erh/energie-klima/elektromobilitaetskonzept/ möglich. Die Befragung enthält eine interaktive Karte der Region für Anmerkungen über den Wohnort hinaus sowie einen kurzen Fragebogen. Die Teilnahme erfolgt anonym und dauert fünf bis zehn Minuten. Die erhobenen Daten werden ausschließlich im Rahmen des Projektes weiterverarbeitet.

CO2 -Emissionen senken

Der Landkreis Erlangen-Höchstadt hat im Jahr 2012 das "Integrierte Klimaschutzkonzept für den Landkreis Erlangen-Höchstadt und seine Gemeinden" beschlossen und das Ziel bekräftigt, die CO2 -Emissionen im Landkreis bis 2030 um 55 Prozent zu senken. In der CO2 -Bilanz aus dem Jahr 2010 nimmt der Verkehr einen Anteil von 36 Prozent ein.

Als kreisweites Planwerk soll ein Elektromobilitätskonzept die Potenziale in der E-Mobilität aufzeigen. Unter anderem soll der Aufbau einer bedarfsorientierten Ladeinfrastruktur, die Ausweitung des Carsharing-Angebots sowie die Analyse von gewerblichen Fuhrparks erfolgen. Hinzu kommen verschiedene Marketingmaßnahmen, die Standortidentifizierung von Mobilitätsdrehscheiben und eine Überprüfung, wie sich der Öffentliche Personennahverkehr im Kreis elektrifizieren und gegebenenfalls ergänzen lässt. red