Zum Thema Radwegenetz in Kulmbach wird uns geschrieben: Es reicht!! Fast täglich fahre ich mit dem Fahrrad von zu Hause in die Stadt. Und mindestens ein Mal pro Woche schnauzt mich ein Autofahrer aus dem heruntergelassenen Seitenfenster in der Saalfelder Straße an, ich solle den Radweg benutzen und den Autoverkehr (es gibt vier Spuren für das Auto!) nicht behindern! Welche Arroganz! Ein gemeinsamer Geh- und Radweg, der in keinster Weise die gesetzlichen Mindestvorgaben von Breite und Stetigkeit aufweist, der Fußgänger/Radfahrer an den Auffahrten zur Nordumgehung wie Idioten behandelt (Ampelschaltung!). Ein Radweg, den man sich mit Eltern mit Kinderwagen oder älteren unsi-cheren Menschen teilen müsste, der im Brückenbereich auf der einen Seite einen hohen Bord-stein, auf der anderen Seite ein Geländer hat, während der Autoverkehr auf vier Spuren vorbeibrettert!

Ich habe in meiner Zeit als Stadtrat versucht, diesen Unsinn zu beheben. Es gelang mir nicht! Nun setzte ich die Hoffnung auf unseren neuen OB und den neuen Stadtrat. Aber was tut sich? Es werden Radwege angemalt, die nach der Verwaltungsvorschrift überhaupt nicht als Radweg ausgewiesen werden dürften (Kronacher Straße).

Klar, auch Bürgermeister Frank Wilzok sorgt sich lieber um den Verkehrsfluss in der Blaich (alles zugeparkt) und kann sich Tempo 80 auf der Umgehung nicht vorstellen (bringt nichts). Zudem bejammert er den durch die Blaich fließenden Abkürzungsverkehr aus Richtung Untersteinach!

Ich könnte Hoffnung für ein Kulmbach, das sich für die Zukunft aufstellen möchte, schöpfen, hätten er und seine Stadtratskollegen in diesem Zusammenhang eine Sperrung der Brücke im Pörbitscher Weg (frühere "Holzbrücke") für den Autoverkehr ins Spiel gebracht. Es wäre ein starkes Signal für ein mögliches Umdenken des Stadtrates in Bezug auf eine vernünf-tige Mobilität gewesen, die den Menschen im Kopf hat und nicht nur die vier Räder! Volker Wack

Kulmbach