Dass der Markt Mitwitz danach strebt, den Ortskern zu beleben, das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Architekt Gerd-Peter Lauer vom Architekturbüro Lauer+Lebok informierte in der jüngsten Gemeinderatssitzung über die vorbereitenden Untersuchungen zum Städtebauförderungsprogramm "Ort schafft Mitte".

"Steigerung der Attraktivität des Kernortes und die Gemeinde Mitwitz als Wohn-, Versorgungs- und Arbeitsstandort" - so wurde das Ziel definiert. Dazu müsse neben der Beseitigung von Leerständen und Brachen auch eine Verbesserung der Verkehrs- und Parkplatzsituation erreicht werden. "Außerdem soll das Tourismusangebot gestärkt und erweitert werden." Über die Schaltzeiten der Ortsbeleuchtung diskutierte das Gremium. Seit Sommer 2018 gibt es eine Regelung, dass öffentliche Gebäude nur noch bis 23 Uhr beleuchtet werden dürften. Aus diesem Grund wolle man jetzt das Rathaus und die Kirche auch nur noch bis um diese Uhrzeit anstrahlen. Aus Ortsteilen gab es zudem den Wunsch, die Straßenbeleuchtung eine Stunde später als bisher (24 Uhr) abzuschalten, informierte Hans-Peter Laschka. "Das sei allerdings im Hinblick auf die Lichtverschmutzung nicht sinnvoll und auch nicht wünschenswert." Brennen würden aktuell die Leuchten in den Ortsteilen morgens ab 5.30 Uhr, bis es hell wird, und abends vom Eintritt der Dämmerung bis 24 Uhr. In der Zeit dazwischen seien alle Lampen abgeschaltet. Durchgängig brennen dagegen die Lampen an der Ortsdurchfahrt (B 303) sowie die Beleuchtung des Rathauses. Ganze 33 000 Euro koste das pro Jahr. Laschka: "Sollte die Straßenbeleuchtung eine Stunde länger brennen, dann müssten wir mit zusätzlichen Kosten von 2300 Euro pro Jahr rechnen.

Martin Heidenbluth (FWG) schlug vor, entlang der Ortsdurchfahrt doch nur jede zweite Lampe brennen zu lassen. Dafür konnte sich auch Edith Memmel von den Grünen begeistern. Gerd Hempfling (CSU) fragte, ob man im Hinblick auf die Sicherheit der Bevölkerung bei Festen die Lampen nicht die ganze Nacht brennen lassen könne. Das gelte auch für einzelne Lampen an Straßenkreuzungen oder langen Straßenabschnitten. Laut Bürgermeister wäre dies aber nicht möglich, da die Steuerung durch die SÜC in Coburg erfolge. Am Ende fasste das Gremium den Beschluss, dass in den Ortsteilen alles beim Alten bliebe, an der B 303 nur noch jede zweite Lampe brennen soll und man die Hauptlampen durchbrennen lasse. Alle anderen brennen künftig weiter bis 24 Uhr.

Geschäftsstellenleiter Stephan Urban erläuterte den Plan der Druckerhöhungsanlage für die Wasserversorgung Kaltenbrunn/Burgstall. "Das Gebäude

hat in etwa die Größe einer Garage bei einer Höhe von knappen fünf Metern." Aus dem Gremium kam der Vorschlag, die Außenwände mit Brettern zu versehen, damit es besser ins Ortsbild passe. Dies wurde so einstimmig beschlossen.

Hermann Schäfer von den Grünen bemängelte die Straßenführung im Bereich Neundorf-Schwärzdorf. Hier könne das Regenwasser nicht vernünftig ablaufen. Deshalb sei zu befürchten, dass im Winter Teile der Fahrbahn aufgefrieren könnten. Der Bürgermeister informierte abschließend über die Aufnahme eines Kommunaldarlehens in Höhe von 1,5 Millionen Euro. ml