Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat zum heutigen Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung auf ihre besonders heikle Situation in der Corona-Pandemie aufmerksam gemacht. "Sie gehören zu den besonders vulnerablen Gruppen und können ohne Kontakte zu anderen Menschen nicht leben", so der Erzbischof in der Mitteilung der Bistumspressestelle.

Der Alltag werde derzeit durch Verhaltensregeln stark eingeschränkt. Das sei für alle Menschen hart, für die mit Behinderung aber ganz schwierig umzusetzen: "Wie soll ein blinder Mensch auf 1,5 Meter Abstand achten?" Viele Frauen und Männer mit Behinderung könnten allein nur schwerlich oder überhaupt nicht die Wohnung verlassen, weil sie auf Alltagsassistenzen angewiesen seien, die aktuell viele kaum leisten könnten oder wollten. Derzeit stehe - zu Recht - im Vordergrund, Risikogruppen vor jeder Infektionsgefahr möglichst zu bewahren. Das berge aber die Gefahr, dass die Menschen mit Behinderung abgeschottet und vergessen werden. Das dürfe nicht sein. Bei Einhaltung aller Hygienevorschriften seien Miteinander und Menschlichkeit möglich - auch in Corona-Zeiten. red