Die Verbandsliga-Herren des TSV Untersiemau sind nach dem Drittligisten TTC Wohlbach in der neuen Tischtennis-Punkterunde die am zweithöchsten spielende Mannschaft aus dem Kreis Coburg. In dem Elfer-Teilnehmerfeld hatten sie am späten Samstagnachmittag mit einem 9:4-Heimsieg gegen den FC Eschenau einen erfolgreichen Saisonauftakt.

Verbandsliga Herren

TSV Untersiemau - FC Eschenau 9:4

Dieser verhältnismäßig deutliche Sieg kommt einer Überraschung gleich, wie ihr Mannschaftsführer Fabian Markert feststellt: "Nachdem wir vor fast zwölf Monaten in Eschenau mit 2:10 unter die Räder gekommen sind und sich die Mittelfranken aktuell mit einer neuen Nummer vier verstärkten, hatte keiner von uns an einen Punktgewinn geglaubt."

Verständlich, dass nach einer Spieldauer von knapp drei Stunden große Freude im TSV-Lager herrschte. Trotz des Überraschungserfolges wird das Sextett aber nicht übermütig. Markert, der im Spitzenpaarkreuz selbst 1,5 Punkte zum 9:4 beisteuerte: "Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt in der enorm ausgeglichenen Verbandsliga. Wir bauen künftig vor allem auf unseren Heimvorteil, der sich bereits gegen Eschenau bemerkbar gemacht hat."

In der Partie gegen das Team aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt hatte Untersiemau mit dem Gewinn von zwei Doppeln und dem Einzelsieg von Michal Bozek einen gelungenen Start hingelegt (3:1). Für die Gäste verkürzte danach deren Spitzenspieler Dariusz Szlubowski auf 3:2. Zuvor hatte der Pole bereits sein Doppel und später auch sein zweites Einzel zum 6:4-Zwischenstand gewonnen.

Die "schwerste" Mitte der Liga ...

Fabian Markert: "Besonders stark bei uns war die wohl ,schwerste' Mitte der Liga mit Markus Gundel und Pavel Krol." Mit einem Lächeln verweist der Mannschaftsführer zwar auf das Körpergewicht der beiden, sagt aber zugleich, dass sie in ihren jeweiligen zwei Einzeln nicht zu bezwingen waren und somit wichtige Punktegaranten gewesen sind. Mit ihren Erfolgen brachten Gundel und Krol den TSV zunächst mit 5:2 in Front und markierten später das 8:4 und 9:4.

Markert zu den Leistungen der beiden: "Pavel machte eines seiner besten Spiele der letzten drei Jahre, Markus kämpfte sich zweimal sehr stark nach 1:2-Satzrückstand zurück." Aber der "Dosenöffner" zur Gewinnerstraße dürfte der Sieg des Mannschaftsführers selbst gewesen sein. Nach dem 1:1-Satzgleichstand gegen Stefan Möslein zwang Markert diesen mit 11:3 und 11:8 in die Knie und markierte somit den 7:4-Zwischenstand.

Die Gäste waren mit der Empfehlung gekommen, ihr erstes Treffen mit 9:5 beim TTV Altenkunstadt gewonnen zu haben. Ihnen dürfte aufgrund früherer Auseinandersetzungen auch bekannt gewesen sein, dass die etwas ältere Generation im TSV-Sextett mit der Kondition zu kämpfen hat. Doch dieses angebliche Manko wurde durch Erfahrung wieder wettgemacht.

TSV will im zweiten Heimspiel nachlegen

Am Samstag, 9. Oktober, hat der TSV Untersiemau bereits sein zweites Heimspiel. Dabei trifft er um 14 Uhr auf dem TV Nabburg, der bislang noch nicht im Einsatz gewesen war. An der Spitze steht derzeit mit 4:0 Punkten der FC Bayreuth, der am 16. Oktober ab 17.30 Uhr in Untersiemau gastiert.

Ergebnisse: Bozek/Gundel - Trummer/Kischner 3:1, Markert/Funk - Szlubowski/Möslein 0:3, Krol/Kobinski - Hoffmann/Bayer 3:1, Bozek - Möslein 3:1, Markert - Szlubowski 0:3, Gundel - Hoffmann 3:2, Krol - Trummer 3:0, Gabriel Funk - Kirchner 1:3, Oliver Kobinski - Beyer 3:0, Bozek - Szlubowski 0:3, Markert - Möslein 3:1, Gundel - Trummer 3:2, Krol - Hoffmann 3:0. Sätze gesamt 28:20.