Überaus gelungen verlief der Auftakt für die Tänzer des TV Coburg-Ketschendorf in der Regionalliga Süd. Rang 3 in Nürnberg bedeutete die beste Platzierung in der Vereinsgeschichte.
Das A-Team des TVK hatte in den vergangenen Monaten an seiner Neuauflage der Choreografie "Phoenix" gefeilt und auf diesen Tag hingearbeitet. Acht neue Tänzerinnen und Tänzer mussten in das Team von Chefcoach André Heller integriert werden. Die Choreografie wurde besonders in den tänzerischen Elementen verschärft und mit kompakteren Bildern versehen. Die Unsauberkeiten, die noch bei der Präsentation vor fünf Wochen deutlich wurden, konnten durch das intensive Training nahezu abgestellt werden.


Zuversicht vor dem Wettkampf

Bereits am Freitag machte sich das junge Team auf den Weg nach Nürnberg und mietete sich zum Abschlusstraining eine Halle vor Ort an. André Heller und Co-Trainerin Silke Hoffmann zeigten sich nach der letzten Einheit zuversichtlich für den anstehenden Wettkampf.
Bereits in der Saalprobe zeigte sich die Mannschaft sehr fokussiert und konnte sich ohne Probleme auf die Fläche einstellen. In der Videoanalyse wurden die kleineren Bildunsauberkeiten besprochen und das Team nochmals aufeinander eingestellt.
Die neun Mannschaften der Regionalliga präsentierten sich in der Vorrunde noch mit teils nervösen Leistungen. Die Coburg/Ketschendorfer losten Startplatz 5 und knüpften an die gute Leistung der Stellprobe an. Die Schwierigkeiten standen bis auf einen kleinen Wackler in der Bodenpirouette ausgezeichnet, und auch die restliche Ausführung der Choreografie bot kaum Angriffsfläche für die Konkurrenz. Für das Finale forderten die Trainer jedoch speziell im letzten Drittel der Choreografie noch mehr Präzision und Spannung.
Die fünf Wertungsrichter werteten eindeutig drei Mannschaften ins kleine Finale und sechs Teams ins große Finale, so dass den Tänzern eine Zwischenrunde erspart wurde. Die Ansprüche der Coburger und Kronacher Tänzer wurden erfüllt. Neben den Teams aus Weinheim, Bietigheim, Groß-Gerau, Kirchheim und Nürnberg (A-Team) zogen sie ins große Finale ein.
Das Los ergab, dass der TV Coburg-Ketschendorf beginnen sollte. Den acht Paaren gelang eine emotionale Steigerung im Vergleich zur Vorrunde. Dies führte aber auch zu einem Aussetzer in den Pirouetten, so dass hier Angriffsfläche geliefert wurde.
Dennoch war André Heller mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden. "Wir haben in den letzten Wochen enorme Fortschritte gemacht und konnten besonders am Turniertag eine eindeutige nach oben zeigende Formkurve auf die Fläche bringen. Dass acht neue Sportler ins Team integriert wurden, war zu keinem Zeitpunkt des Turniers ersichtlich. Besonders unsere Youngsters Denis Reimer (14) und Kim Scheurer (17) haben sich super entwickelt und eine genauso gute Leistung, wie der Rest des Teams abgerufen."
Obwohl das Coburger Team die offenen Wertungen zuerst angezeigt bekam (4 5 5 2 2), war lange ungewiss, welchen Platz der TVK belegen würde. Lediglich die Wertung für die Erstplatzierten aus Bietigheim war relativ eindeutig. Die Heimmannschaft aus Nürnberg kostete den Heimvorteil aus und belegte den zweiten Rang vor dem Team aus Coburg.
André Heller ist mit der Ausgangssituation nicht unzufrieden: "Wir sind dadurch zwar in der Position des Gejagten und Jägers zugleich, aber noch besteht die Chance für die Qualifikation zum Aufstiegsturnier zur zweiten Bundesliga." mw


Platzierungen

1. TSG Bietigheim A 1 1 2 2 1
2. RGC Nürnberg A 3 3 1 1 2
3. Cob.-Ketschend. A 2 2 4 5 5
4. Kirchheim u. T. A 6 6 3 4 3
5. Bad Weinheim B 5 5 5 3 4
6. Groß-Gerau A 4 4 6 6 6
7. Wasserburg/U.-G. 7 8 9 8 7
8. SGold Altenburg A 8 9 8 7 8
9. Ludwigshafen A 9 7 7 9 9