Wohlbach — In einem spannenden und stellenweise atemberaubenden Kampf verlor der TTC Wohlbach unglücklich gegen den aktuellen Tabellenführer Grünwettersbach II. Die Gäste hatten am Vortag schon mit 6:3 in Jena gewonnen und stehen mit 7:1 an der Spitze der 3. Bundesliga Süd, gefolgt von NSU Neckarsulm (4:0). Wohlbach steht mit 0:4 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.
TTC Wohlbach - ASV Grünwettersbach II 4:6: Den TTC-Herren war bewusst, dass Ihnen mit Grünwettersbach eine sehr starke Mannschaft gegenüber stehen wird. Die Hausherren wollten sich ins Spiel kämpfen und am Ende zumindest einen Teilerfolg verbuchen. Das wäre fast gelungen, doch am Ende fehlte das Glück.
Am Anfang sah es ganz und gar nicht nach einem Punktgewinn aus. GC Foerster und Yevgeniy Christ mussten sich gegen Spieß/Paranjape im Entscheidungssatz geschlagen geben und Marc Seidler mit Patrick Forkel an der Seite hatten gegen Erlandsen/Bluhm nicht den Hauch einer Chance. Es schien sich ein Desaster anzubahnen, als Grozdan Grozdanov in seinem Spiel gegen Bluhm nach 0:1-Satzrückstand eine 9:1- und 10:4-Führung nicht nutzen konnte. Er verlor und hatte im 3. Satz absolut keine Nerven mehr. Die TTC-Herren lagen ganz schnell 0:3 im Rückstand.
GC Foerster bekam auch erst im 2. Satz gegen Erlandsen ein Gefühl fürs Spiel. Er spielte immer geschickt lang in die Rückhand des Norwegers und bekam dadurch immer wieder die Gelegenheit, erfolgreich abzuschließen. Nach Satzständen 1:1 und 2:2 behielt er im Entscheidungssatz mit 11:9 die Oberhand und brachte Wohlbach zurück.


Forkel spielte groß auf

Schon bei den nächsten beiden Einzelspielen hatte Wohlbach die Chance zum 3:3 auszugleichen. Patrick Forkel zeigte ein hervorragendes Match gegen Spieß. Mit einer 2:1-Satzführung hatte er schon mit 10:9 Matchball. Den konnte er nicht nutzen und punktete dafür im 5. Satz souverän mit 11:6. Die Zuschauer waren regelrecht aus dem Häuschen. Sie spürten, dass noch etwas geht und feuerten die Heimmannschaft bei jedem Ballwechsel an.
Yegeniy Christ führte gegen den Inder Paranjape schon 2:0 nach Sätzen. Musste dann aber den 3. Satz abgeben und hatte dann mit 10:9 schon den ersten Matchball. Es reichte nicht, denn der Inder konnte mit 11:13 zum 2:2 ausgleichen. Dramatik pur folgte. Christ führte mit 10:8 und konnte wieder nicht zumachen. Die Zuschauer waren fassungslos. Fünf Matchbälle in der Verlängerung reichten nicht und mit 16:18 ging der Punkt zum 2:4 an die Gäste.
Doch Wohlbach gab sich nicht geschlagen. Grozdan Grozdanov hatte sich wieder gefangen und wurde gegen den mehr als 50-fachen Norwegischen Meister und der ehemaligen Nummer 66 der Weltrangliste, Geir Erlandsen, immer stärker und gewann schließlich auch mit 3:2.
Mit Tischtennis vom Feinsten unter den Beifallstürmen der Zuschauer krönte dann GC Foerster seine Tagesleistung gegen den Abwehrstrategen Bluhm. Tolle Topspins und knallharte Abschüsse zum richtigen Zeitpunkt brachten ihm mit 3:1 den zweiten Sieg und den Punkt zum 4:4-Ausgleich.
Die Halle tobte, als Yevgeniy Christ und Patrick Forkel an die Platten gingen. Patrick Forkel spielte auch gegen Paranjape sehr gut, aber der Inder war in den entscheidenden Momenten immer einen Tick schneller. So musste Yevgeniy Christ den Punkt gegen Spieß holen. Es war wieder eine ganz enge Kiste. 1:1, 2:2 und zum sechsten Mal in diesem Spiel musste der 5. Satz die Entscheidung bringen. Yevgeniy Christ lag beim Wechsel 0:5 hinten und kämpfte sich nochmals bis auf 7:8 heran, bis dann nichts mehr ging und der Punkt mit 7:11 zum 4:6 an die Gäste ging.


Christ der Pechvogel

Yevgeniy Christ war der Pechvogel des Tages. Sowohl das Doppel als auch beide Einzel gingen im 5. Satz an den Gegner. Die Zuschauer sahen ein tolles Spiel, das unglücklich verloren ging. sb