So ganz zufrieden sind sie nicht beim SV Friesen. Denn am Samstag reichte es beim Neuling SC Großschwarzenlohe im Ortsteil der Gemeinde Wendelstein bei Nürnberg nur zu einem torlosen Remis. Damit verpasste die Mannschaft von Trainer Armin Eck die Marke von 30 Punkten, steht bei 28 Zählern.

Es war mehr drin für die Oberfranken, vor allem am Samstag. Aber in einer an Höhepunkten armen Partie mussten sich die Gäste mit einer Punkteteilung zufriedengeben. Ein Sieg für Friesen wäre aber durchaus möglich und auch verdient gewesen. Der Punkt hilft dem SVF dennoch mehr, denn nun beträgt der Abstand zur Relegationszone beruhigende acht Punkte. Ein schönes Polster für den SV Friesen, mit dem es nun in die wohlverdiente Winterpause geht. SC Großschwarzenlohe - SV Friesen 0:0

Der SV Friesen ging fast mit der gleichen Aufstellung wie zuletzt beim 4:1 gegen den FC Einracht Bamberg ins Spiel. Es fehlte lediglich hinten rechts Fabian Müller, für den Michael Söllner in die Startelf rückte. In Durchgang eins war es eine Partie, an der sich die wenigen Zuschauer kaum erwärmen konnten. Es fehlte das Leben in diesem Spiel, die überraschenden Aktionen. Friesen stellte sich dabei nicht clever an, spielte zumeist durch die Mitte und dann immer den schwierigen Pass, der zumeist nicht ankam. Aufregung gab es in der 18. Minute. Da hatte es Eckstoß für Friesen gegeben. Der Ball kam zu Felix Müller, der aus 16 Metern abzog. Ein Abwehrspieler der Mittelfranken hatte den Ball kurz vor der Linie abgewehrt, und die Gäste waren der Meinung, dass er das mit dem Arm getan hatte. Aber der sehr unsichere Referee aus Südost-Bayern, der sich über die 90 Minuten immer wieder den Zorn beider Mannschaften zuzog, ließ weiterlaufen. Aufzuklären war die Szene nicht, aber es roch stark nach Elfmeter.

Die Hausherren kamen kurz vor der Pause zu ihrer besten Szene im gesamten Spielverlauf. Von halblinks war Philip Spindler in den Strafraum eingedrungen, seinen Schuss konnte Friesens Keeper Tobias Bauerschmidt aber mit dem Fuß klären (44.).

Zum zweiten Abschnitt kam bei den Hausherren Spielertrainer Florian Bauer, der hat schon in der Regionalliga bei der SpVgg Greuther Fürth II und beim SV Seligenporten gespielt, in die Partie. Das Spiel wurde nun insgesamt besser, auch weil Friesen das Flügelspiel für sich entdeckte. Richtig spannend wurde es aber erst in der Schlussphase. Der eingewechselte Max Schülein setzte zu einem Solo an, brach dieses aber vorzeitig ab, ohne zum Abschluss zu kommen (75.). Dann eine tolle Szene, eingeleitet durch Christian Brandt, der quer zu Kai Aust legte, der die Kugel aber aus 14 Metern völlig frei vor dem Tor über den Querbalken setzte (76.).

Nun lag die Führung der Gäste gegen zumeist umständlich agierende Platzherren in der Luft. Wäre in dieser Phase das 1:0 für die Eck-Elf gefallen, die Punkte wären wohl verteilt gewesen. Aber Friesen konnte sich nicht entscheidend in Szene setzen und auch nicht an die beim 4:1 gegen Bamberg eine Woche zuvor gezeigte Leistung in der Offensive anknüpfen.

Hektische Schlussphase

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So konnte in einer hektischen Schlussphase, die wegen unverständlicher Entscheidungen des Unparteiischen zustande kam, keiner mehr den "Todesstoß" setzen, auch weil dem SVF zweimal Vorteil abgepfiffen wurde.