von unserem Redaktionsmitglied 
Daniel Ruppert

Baiersdorf — Gekündigt und wieder angestellt: Helmut Wolffs Job als Trainer des Baiersdorfer SV ist seit einigen Tagen wieder gesichert. Die Vorbereitung auf die Restrunde der Fußball-Landesliga Nordwest hatte der Coach noch ohne unterschriebene Papiere aufgenommen - mit einem leicht reduzierten Kader. Nach Marc Weiler, der auswärts studiert, und Senad Bajric, der sich erneut der SpVgg Jahn Forchheim anschloss, hat auch Stefan Pilz das Team verlassen. Grund ist sein Umzug in die Nürnberger Gegend.

Verstärkung aus den USA

Mit Fabian Dollhäupl, der nach eineinhalb Spielzeiten beim SC Eltersdorf zurückkehrt, und Sam Vella stehen den Abgängen zwei Neue gegenüber. "Sam ist über eine Vermittlungsstelle zu uns gelangt. Er stammt aus den USA und ist wie die meisten seiner Landsleute physisch stark", erklärt Wolff. Mit seiner Spielerzahl wäre der Coach zufrieden, wenn Andreas Geck seine Leistenverletzung wie erhofft in der Winterpause auskuriert hätte und Kapitän Jakob Karches wegen seines Referendariats nicht gelegentlich verhindert wäre.

Drei Teams mit eigener Liga

Dass der BSV mit der Hypothek aus drei Niederlagen und 0:13 Toren überwintern musste, sei keine mentale Belastung gewesen. Schließlich ging es gegen die ersten Drei. "Die bilden eine eigene Liga", findet der 45-Jährige mit Blick auf die 19 Punkte Differenz zu Rang 4. Sowohl er als auch seine Schützlinge hatten viel mehr die Verletzung Peter Heyers zu verarbeiten. Im letzten Spiel des Jahres war Keeper Marc Oertelt gegen den Sander Stürmer einen Tick zu spät gekommen, der daraufhin einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitt. "Es kann sein, dass wir dadurch in den Aufstiegskampf eingegriffen haben", sagt Wolff entschuldigend.
Da Oertelt in den ersten vier Partien zuschauen muss, steht die Baiersdorfer Vorbereitung im Zeichen des Zweikampfs zwischen den Torhütern Moritz Krause (20) und Jonas Harrer (19). Ebenso unsicher wie die T-Frage ist die Zukunft des von Geldsorgen geplagten Vereins. "Ich kann und will mich nicht äußern, was nächste Saison sein wird", erklärt Wolff, "aber bis dahin will ich den Klassenerhalt schaffen", so der Übungsleiter, der sein Team irgendwo zwischen dem vierten und dem Relegationsplatz einordnet.

Das Double von Jürgen Klopp

Den ersten Schritt kann der Tabellen-Achte am 8. März gehen, wenn der Baiersdorfer SV beim punktgleichen Mitaufsteiger FC Schweinfurt II zu Gast ist. Im Hinspiel gab der BSV eine 2:0-Führung noch aus der Hand. "Wir wissen nicht, wie viele Regionalliga-Leute die Schweinfurter Reserve dabei haben wird. Mit dem Ex-Jahnler Tom Jäckel hat die Mannschaft ihre Gegner teilweise zerlegt", weiß der Forchheimer, der trotzdem unbedingt punkten will. Und für den Fall seiner Entlassung beim BSV im Sommer hat er auch schon eine Lösung. "Dann fange ich eben als Jürgen-Klopp-Double an", sagt er und lacht.