Bei einer Kajaktour zwischen Hemmendorf und Gleusdorf stieß der Lichtenfelser Umweltpädagoge Jan Ebert vor einigen Wochen auf ein Baumhindernis, an dem sich Unmengen von Müll angesammelt hatten. "Die Wasseroberfläche war übersät mit kleinen und größeren Teilen, vor allem Styropor sowie Plastik- und Glasflaschen. Die quer liegenden Bäume wirken dort wie ein Sieb, das oben auftreibendes Material festhält. Das lässt erahnen, welch erschreckende Massen an Müll im Laufe der Zeit weltweit zu den Meeren transportiert werden", sagt Ebert.

Projekt "Blauer Planet"

Der 47-Jährige ist sowohl beruflich als auch ehrenamtlich im Naturschutz aktiv und hat mit dem Bund Naturschutz Bamberg bereits das Umweltbildungsprojekt "Blauer Planet" umgesetzt, das die ökologischen Zusammenhänge zwischen Flüssen und Meeren und vor allem die damit zusammenhängende Plastikverschmutzung als Hauptthema hat.

"Als ich den Müllteppich auf der Itz zum ersten Mal gesehen habe, hat mich das sofort an die Müllstrudel im Meer erinnert, und mir war klar, dass hier etwas passieren muss", berichtet der Umweltpädagoge. Mit dem Kulmbacher Sven Nußgräber, der sich ebenfalls für den Meeresschutz einsetzt, fuhr er am vergangenen Samstag deshalb die etwa drei Kilometer lange Strecke der Itz erneut mit dem Kajak ab. Am Ende der Aktion kamen zwei volle Zementwannen und ein großer Sack mit Müll zusammen, der dann ordnungsgemäß entsorgt wurde.

Jan Ebert und Sven Nußgräber hoffen, dass solche Aktionen Schule machen und sich mehr Vereine und Organisationen finden, die vor der eigenen Haustür für den Gewässer- und Meeresschutz aktiv werden - ganz nach dem Motto "Global denken, lokal handeln". red