von unserem Mitarbeiter Dieter Gropp

Höchstadt — Unweit des Altenheimes St. Anna, wo er heute seinen Lebensabend verbringt, wurde Josef Kröner vor 90 Jahren geboren. Seine Wiege stand in der Brauhausgasse in Höchstadt.
Viele Höchstadter kennen ihn noch, denn er arbeitete 20 Jahre in der Stadtverwaltung als Leiter der Stadtkasse. Josef Kröner ist "Stadtamtmann im Ruhestand". Er begann seinen Dienst im Rathaus unter dem damaligen Bürgermeister Schell und arbeitete auch noch unter Bürgermeister Bergmann.
Seine Ausbildung hatte der Jubilar bei der AOK in Höchstadt absolviert und war in Höchstadt und Bamberg tätig. Kröner gab sich jedoch mit dem Erreichten nicht zufrieden und bildete sich neben seinem Beruf weiter. Noch heute erinnert sich seine Frau Barbara (87) daran, dass er tags arbeitete und nachts lernte. Von 1959 bis 1979 war er dann in der Stadtverwaltung Höchstadt als Leiter der Stadtkasse tätig. Seit 1979 ist Josef Kröner im Ruhestand. Er war in jüngeren Jahren in seiner Freizeit ein leidenschaftlicher Schachspieler.
Kinder waren den Kröners nicht beschieden. Beide blicken aber heute voller Stolz auf ihre erwachsene Ziehtochter, die sie seit dem Babyalter in Obhut hatten. Deren kleines Töchterchen liebt Oma Barbara und Opa Josef heute wie ihre Großeltern.

Kein Tabak, kaum Alkohol

Mit seinem Gesundheitszustand ist der Jubilar noch recht zufrieden. Seine Ehefrau Barbara pflegt und umsorgt ihn rührend. Sie sagt, sein solides Leben ohne Tabak und Alkohol hätten es ihm ermöglicht, dieses hohe Alter zu erreichen. In Gesellschaft mal ein Gläschen guten Weines, das sei das einzige Zugeständnis, dass er machte. Ansonsten waren es die Arbeit, sein Glaube, schöne Reisen ins In- und Ausland, seine Aufgeschlossenheit, sein Humor und seine Lebenslust, die für ein erfülltes Leben sorgten. In das Ständchen der Gratulanten "Hoch soll er leben" stimmte er freudig mit ein.