Christiane Reuther Die Oberschwappacher Schlosskonzerte starten in die neue Saison. Unter dem Motto "Herzensmusik - Engel spielen Harfe" erklingt zur Spielzeiteröffnung am Samstag, 10. November, um 18 Uhr und am Sonntag, 11. November, vormittags sowie um 18 Uhr Hochkarätiges im Spiegelsaal.

Mit der Harfe

Zum ersten Mal stellt sich die Harfenistin Ruth Rojahn-Leitz in Schloss Oberschwappach vor. Seit 2003 ist sie Soloharfenistin der Hofer Symphoniker. Bei den Bamberger Symphonikern ist sie regelmäßig zu Gast. Mit ihr spielt das Bamberger Streichquartett, das als "quartet in residence" mit Raúl Teo Arias, Andreas Lucke, Branko Kabadaic und Karlheinz Busch besetzt ist, das Harfenquintett c-Moll von E.T A. Hoffmann. Der Komponist zählt zu den Wegbereitern der deutschen Romantik. Hoffmann war Jurist und Schriftsteller, aber auch Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist. Sein Harfenquintett gehört zu den wichtigsten Werken in dieser Besetzung.

Ein Harfensolo von Adolphe Hasselmans lässt den französischen Impressionismus aufleuchten. In "La Source" (Die Quelle) vermag die Musik zu glitzern und zu funkeln. Diese klangliche Illusion unterstreicht das Harfenspiel mit ausführlichen Arpeggien. Mit einem Satz von Tschaikowski, dem Adagio molto, vermag Ruth Rojahn-Leitz den Zauber der Harfe zu beschwören, begleitet von den Samtklängen der Streicher.

Als reine Herzensmusik gelten in diesem Konzert auch die beiden Streichquartette. Mit dem Quartett Es-Dur D 87 von Schubert wird das Konzert eröffnet. Dem jungen Schubert gelang es, in dem Stück Stimmungen und melodische Reize einzuarbeiten, die auf seine späten Werke hinweisen. Die melancholische Grundstimmung seiner Kompositionen wird zum Thema seines Lebens.

"Amerikanisches Quartett"

Ein besonderer Höhepunkt ist das große F-Dur-Quartett op. 96 von Antonin Dvorak. Sein "Amerikanisches Quartett" gehört zu den Highlights der Literatur. Böhmische Musizierfreude, herrliche, federnde Rhythmen und eine Melodieseligkeit sind Markenzeichen des tschechischen Komponisten. Die Moderation übernimmt der Cellist Karlheinz Busch.

Karten für die beiden Abendkonzerte gibt es an der Kasse. Das weitere Konzert am Sonntagvormittag ist ausverkauft.