"Du hast eine ganz wunderbare Art, mit jungen Menschen umzugehen, und durch dein unkompliziertes und offenes Wesen hast du es immer geschafft, junge Menschen für die Gottesdienstvorbereitung zu begeistern. Das ist es, was ich mir von dir bei uns erhoffe: einmal neue Wege gehen und etwas ausprobieren sowie unsere Jugend und unsere Gläubigen bei der Stange halten." Dies betonte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Claudia Reinwand, als im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Magdalenen-Kirche in Ebelsbach Matthias Vetter in sein Amt als Gemeindereferent für die Pfarreiengemeinschaft Maintal - Heilige Länder, Kirchlauter eingeführt wurde.

Claudia Reinwand erinnerte daran, dass vor fast genau fünf Jahren die Gemeindereferentin Katja Müller verabschiedet wurde und die Stelle seitdem vakant gewesen ist. "Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich von deiner Bewerbung auf diese Stelle erfahren habe. Mit Pfarrer Mathias Rusin, Diakon Joachim Stapf und dir haben wir jetzt ein (nach kirchlichen Maßstäben gemessen) verhältnismäßig junges und ein von den Schwerpunkten her gesehen sehr breit aufgestelltes Seelsorgeteam, das du mit deinem Profil und deinen bisherigen Erfahrungen in der Jugendarbeit nahezu perfekt ergänzt", sagte sie.

Da sie schon öfter mit Matthias Vetter Jugendgottesdienste vorbereitet hatte, meinte sie: "Es ist wahrlich eine Freude, mit dir zusammenzuarbeiten." Dabei erwähnte sie den Gottesdienst im Zirkuszelt, der vielen Gläubigen in Ebelsbach in positiver Erinnerung geblieben sei.

Seinen neuen Wirkungskreis und die Pfarreiengemeinschaft nannte sie eine Grenzregion: geografisch an der Grenze von Unter- zu Oberfranken, kirchlich vom Bistum Würzburg zum Erzbistum Bamberg und kulinarisch an der Grenze von Wein- und Bierfranken. Um ihm die Orientierung in seinem neuen Einsatzgebiet zu erleichtern, brachte sie ihm Geschenke mit, die für die einzelnen Orte stehen. Das war Wein aus Steinbach, Bier aus Stettfeld, Schnaps aus Neubrunn, Honig aus Kirchlauter, ein Kräuterbuschen aus Schönbach, ein Sandsteinguss mit Maria mit dem Kind aus Breitbrunn, ein Ministranten-shirt aus Ebelsbach sowie der Gemeindebrief der evangelischen Kirchengemeinde aus Gleisenau.

In der Schatzkiste

"Das alles habe ich in eine Schatzkiste gelegt, weil du durch die übertragene Verantwortung für unsere jungen Pfarreimitglieder die Verantwortung für unseren größten Schatz übernimmst. Unsere Jugend ist unsere Zukunft. Nur wenn es gelingt, unsere christlichen Werte und unseren Glauben an unsere Kinder und Jugendlichen weiterzugeben, haben wir als Pfarrei, haben wir als Kirche überhaupt eine Zukunft."

Pfarrer Mathias Rusin überreichte Vetter zusammen mit Diakon Stapf die Ernennungsurkunde zum Gemeindereferenten und händigte ihm den Generalschlüssel für die Pfarreiengemeinschaft aus. 27 Ministranten standen um den Altar und unterstrichen die Bedeutung seiner Arbeit für die Jugend.

Matthias Vetter erinnerte bei seiner Vorstellung daran, dass er selbst Ministrant gewesen sei "und ich dann später auch viel Spaß an der Jugendarbeit und im Glauben gefunden habe. Deswegen wollte ich es zum Beruf machen." Für seine Arbeit in der neuen Pfarreiengemeinschaft Maintal - Heilige Länder hatte er einen Rucksack gepackt mit einem Herz. "Ich bringe viel Herzblut mit und bin gerne mit dem Herzen hier bei den Menschen", versicherte Vetter. gg