von unserem Redaktionsmitglied Saskia Bleher

Forchheim — Mit einem GPS-Gerät bewaffnet durch die Straßen ziehen und Schätze suchen - Geocaching ist eine moderne Form der Schnitzeljagd, die immer beliebter wird. Im Rahmen des Ferienprogramms geht das Forchheimer Jugendhaus, zusammen mit sieben Kindern zwischen neun und zwölf Jahren, auf Schatzsuche.
"Der Reiz an Geocaching ist es, mit Hilfe von Koordinaten versteckte Behälter zu finden und Rätsel zu lösen", erklärt Christoph Franz, der zusammen mit Matthias Breunlein die Schnitzeljagd leitet. "In den Behältern befindet sich ein Logbuch, in das der Name des Finders eingetragen wird", sagt Christoph Franz.


"Alles ist möglich"

Die Schätze werden von Mitgliedern der Geocaching-Gemeinschaft versteckt. Die Koordinaten der Behälter sind auf der Webseite geocaching.com gelistet.
"In Forchheim gibt es rund 20 Schätze, von denen die meisten im Kellerwald sind", sagt der 47-jährige Pädagoge. "Die versteckten Utensilien können sich überall befinden. Ob in Hauswänden, an Laternenmasten oder gar unter Wasser - alles ist möglich." Bevor die Schnitzeljagd beginnt, gibt Matthias Breunlein den Kindern eine kurze Einweisung. Er erklärt, was Geocaching ist und worauf sie beim Suchen der Schätze achten müssen. "Es ist wichtig, dass wir uns unauffällig verhalten, damit die Muggel keine Behälter mitnehmen und nicht von unserem Geheimnis erfahren", sagt er. Muggel sind Menschen, die nicht wissen, was Geocaching ist. Franka Struve, Mutter eines der teilnehmenden Kinder, findet das Geocaching-Angebot des Jugendhauses toll: "Es ist eine gute Möglichkeit die Kleinen nach draußen zu bringen und zum Wandern zu ermutigen!"
Die Kinder suchen die Schätze mit einem Handy, das vom Jugendhaus bereitgestellt wird. "Auf dessen Display wird ein Kompass angezeigt, der uns mit Hilfe von Koordinaten zu den Behältern navigiert", erklärt Christoph Franz.


Suche nach dem Container

Der erste Schatz, den die Kinder finden möchten, befindet sich in der Nähe des Kolpingsplatzes. Timo, der zum ersten Mal Geocaching probiert, führt die Gruppe an.
Schnell hat er den zu den Koordinaten passenden Ort gefunden. Dort angekommen, beginnt die Suche nach dem Behälter. Etwa zehn Minuten durchforsten die Kinder Büsche und Wiesen nach dem Schatz, bis Julia ihn findet. Aufgeregt schraubt sie den Behälter auf und holt das Logbuch heraus.
Stolz betrachten die Kinder das Buch und suchen einen Platz, auf den sie ihre Namen schreiben können.Dann legen sie den Behälter zurück und machen sich auf die Suche nach dem nächsten Schatz.