Kronach — Die Stadt Kronach würdigt zwar die Leistungen der Obst- und Gartenbauvereine im Stadtgebiet Kronach ausdrücklich, kann sich aber aufgrund der Haushaltskonsolidierung, wozu auch die Streichung freiwilliger Leistungen zählt, eine finanzielle Zuwendung an die Vereine nicht erlauben und leisten.
So lautete die Begründung des Bürgermeisters Wolfgang Beiergrößlein (FW) im Verwaltungsausschuss am Donnerstag zum Antrag des Obst- und Gartenbauvereins Höfles-Vogtendorf, der zumindest Materialkosten für die Bepflanzungen von Blumenkästen und Blumenschmuck zur Ortsverschönerung von der Stadt übernommen haben wollte.
Die Verwaltung legte zunächst einen Beschlussvorschlag vor, der einen jährlichen Zuschuss für Materialkosten in Höhe von 50 Euro für den Obst- und Gartenbauverein Höfles-Vogtendorf und alle anderen Vereine mit ähnlichem ehrenamtlichen Engagement, das zur Stadtbildverschönerung beiträgt. Kämmerer Wolfgang Günther runzelte die Stirn, als sich Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) sogar für 100 Euro Zuschuss aussprach. Der Kämmerer gab zu bedenken, dass mit gleichem Ansinnen andere Vereine auch noch an die Stadt herantreten könnten und dann sehe der Betrag wesentlich höher aus. Das könnte durchaus Schwierigkeiten bei der Rechtsaufsicht bedeuten, meinte der Kämmerer.

"Wir schätzen die Leistungen"

Dem pflichtete auch Jonas Geissler (CSU) bei: "Wir wissen als Gremium sehr wohl die Leistungen der Vereine zu schätzen, aber wegen der Haushaltskonsolidierung werden uns sicher alle Zuschüsse an Vereine gestrichen und wir sollten unser bisher gehaltenes Prinzip auch nicht durchbrechen."
Hauptabteilungsleiter Stefan Wicklein erläuterte, dass seit Januar 2002 die Zuständigkeit für die Erteilung einer Erlaubnis zum Abbrennen von privaten Feuerwerken (Klasse 2) im Zeitraum vom 2. Januar bis 30. Dezember auf die Gemeinden übertragen worden ist. Die Stadt habe seither aus besonderen Anlässen die Erlaubnis zum Abbrennen von privaten Feuerwerken erteilt, zum Beispiel bei 18. und runde Geburtstage, Silber- und Goldhochzeiten, Firmenjubiläen, Vereinsfeiern. Allerdings würden nun immer mehr Anträge hierfür gestellt und Ablehnungen seien nur schwer vermittelbar. "Es scheint nun geboten, die Anzahl der privaten Feuerwerke moderat zu beschränken", meinte Wicklein. Der Hauptamtsleiter fügte aber gleich an, dass hierbei natürlich gesetzliche Auflagen, wie Lärmschutz und Brandschutz, sowie Waldschutz beachtete werden müssen. Auf der Festung gelte zudem generelles Feuerwerkverbot.
Um in Zukunft Unsicherheiten bei der Erteilung von Erlaubnissen zu vermeiden, schlägt die Verwaltung vor, eine Richtschnur festzulegen. Daher legten die Räte einstimmig folgende Richtlinien für das Erteilen von Erlaubnissen zum Abbrennen von privaten Feuerwerken in der Zeit vom 2. Januar bis 30. Dezember jeden Jahres fest: "Runde Geburtstage, ab 50 Jahre alle zehn Jahre, ab dem 70. alle fünf Jahre. Hochzeiten und Goldene Hochzeiten, Vereinsjubiläen (25, 50, 75 usw.)."
"Wirkt ein Feuerwerk störend für übergeordnete öffentliche Veranstaltungen, besteht nach Abwägung die Möglichkeit einer zeitlichen Verschiebung oder kompletten Untersagung", soweit der einstimmige Beschluss. Aufgrund einer Anregung von Jonas Geissler wurden Hochzeiten in den Beschluss mit aufgenommen.
Die Zustimmung des Gremiums zur ideellen Förderung der Stadt Kronach erhielt ein Projekt, über das Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) informierte. "Engagierte Stadt Kronach" ist ein dreijähriges Förderprojekt. Die Ziele sind die Stärkung der kommunalen Infrastruktur für bürgerschaftliches Engagement sowie die Erprobung neuer Formen der strategischen Zusammenarbeit.