Ebensfeld — Mit Paule Puhmanns Paddelboot gingen die Schüler der Pater-Lunkenbein-Grund- und Mittelschule am Freitagnachmittag bei ihrem Schulfest auf Europareise und boten den zahlreichen Besuchern ein vielfältiges und buntes Bild von Europa.

Es gab viel zu entdecken

Neben Vernissagen bekannter europäischer Maler konnten die Besucher der Ebensfelder Schule viel über europäische Länder und Städte erfahren, mit Holzstäbchen nachgebaute Sehenswürdigkeiten besichtigen, die Ursprünge der Menschheit in der Ausstellung "Frankreich in der Steinzeit" kennenlernen, ihr Wissen über Europa beim Europa-Lernspiel testen, ein europäisches Märchenbuch für Feinschmecker mit einer Rezeptsammlung und Kostproben erwerben und leckere Desserts aus England, Frankreich und Italien genießen.
Die beiden Bläserklassen aus den beiden dritten und vierten Klassen eröffneten unter Leitung von Thomas Helmreich das Schulfest in der Turnhalle und zeigten bei den Musikstücken "Ode an die Freude", "Popcorn Prälud", "Monsterrock" und "Hardrock Blues" sowohl ihr instrumentales Können, als auch eine humorvolle Bühnenshow. Bei seiner Begrüßungsrede dankte Rektor Jürgen Jäger den Schülern und Lehrkräften für ihren Einsatz bei den einzelnen Projekten.
Mit dem Einzug der europäischen Flaggen durch die ersten und vierten Klassen und dem Singspiel "Paule Puhmanns Paddelboot" startete die Reise durch Europa der Pater-Lunkenbein-Schüler und wurde anschließend in den Klassenräumen und Gängen des Schulhauses fortgesetzt.

Europa im Schnelldurchlauf

Dort präsentierten die einzelnen Klassen ihre erarbeiteten Europaprojekte. Die dritten Klassen hatten ein europäisches Märchenbuch für Feinschmecker mit Rezeptsammlung erstellt, das sie zum Kauf anboten und dazu viele Kostproben der Rezepte zum Verzehr.
Die zweiten Klassen widmeten sich den berühmten europäischen Malern Albrecht Dürer, Victor Vasarely sowie Joan Miro und erstellten viele eigene Werke.
Mit dem niederländischen Maler Vincent van Gogh beschäftigten sie sich einen ganzen Projekttag und wurden dabei von der Künstlerin Elfriede Dauer unterstützt.
Beide Klassen präsentierten ihre Bilder in einer kleinen Vernissage, die sie mit einem Europalied eröffneten. Lehrerin Sandra Roensch und die kleinen Künstler boten Führungen an, in denen sie den Besuchern die Maltechniken näher brachten.
In den beiden ersten Klassen beschäftigten sich die Schüler und Besucher mit dem Ausmalen von europäischen Flaggen. In den Klassenräumen der beiden vierten Klassen lernten die Besucher bei den Referaten der Schüler einiges über europäische Länder und Städte.
Der Andrang im Computerraum war groß, als die Gäste ihr Wissen über Europa beim gleichnamigen Lernspiel testen konnten.
Die fünte Klasse präsentierte eine Ausstellung zum Thema "Frankreich in der Steinzeit". Schautafeln mit Funden und Höhlenmalereien der Neandertaler aus den Höhlen von Lascaux und Chauvet, verbunden mit eigenen Malereien auf Stein, und Brotbacken in der Steinzeit und heute, begeisterten die Besucher.
Die Sechstklässler funktionierten ihr Klassenzimmer zu einer "Europabaustelle" um und hatten an den Projekttagen berühmte europäische Bauwerke mit Holzstäbchen zum Teil mannshoch nachgebaut, wie den Uhrturm von Big Ben in London.

Ein wenig Sport gab es auch

Bei der siebten Klasse standen sportliche Aktionen auf dem Programm. Zuerst veranstalteten sie ein Mädchen-Fußballturnier und zeigten danach eine Parkour-Vorführung. Ziel ist es, auf einem Hindernisparcours möglichst effizient von A nach B zu gelangen. Die Achtklässer widmeten sich zwei ganz unterschiedlichen Projekten. Während die Fachgruppe "Soziales" unter der Leitung von Birgit Göldner typische Desserts aus England, Frankreich und Italien hergestellt hatten, hatten die "Technik-Schüler" Europa-Quartett-Kartenspiele hergestellt.
Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Schulband "Crossover", die durch ein vielfältiges Repertoire Gäste und Schüler gleichsam begeisterte. Viele Besucher verbrachten so einen unterhaltsamen Nachmittag mit vielen musikalischen, künstlerischen, informativen und sportlichen Europaprojekten. Jürgen Jäger