Das Projekt Kernwegekonzept ist gestartet. Damit sollen landwirtschaftliche Wege saniert werden.

Die Straßen in der Fränkischen Schweiz sind eng und oft stark abgenutzt. Dies liegt teilweise an den immer größer werdenden landwirtschaftlichen Fahrzeugen, aber auch an dem steigenden Verkehrsaufkommen allgemein. Doch Straßensanierungen sind für kleine Kommunen meistens viel zu teuer.

Der Verein ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) "Fränkische Schweiz aktiv" will dieses Problem angehen und hat dafür im Juni das Projekt Kernwegekonzept gestartet. Gemeinsam mit dem Planungsbüro BBV-Landsiedlung suchen die Kommunen nach landwirtschaftlichen Hauptwegen. Anschließend wird geprüft, ob diese auch die Voraussetzungen für Kernwege erfüllen. Projektleiter Alexander Heinz von der BBV-Landsiedlung befindet sich derzeit in den vorbereitenden Arbeiten. Bevor es an die eigentliche Planung geht, muss das benötigte Kartenmaterial von zehn Kommunen gesammelt und zusammengefügt werden.

Zum Auftakt der eigentlichen Planungen wird es Ortstermine in den einzelnen Gemeinden geben. Dabei wird Alexander Heinz zusammen mit Landwirten, Forstwirten, Vertretern des Naturschutzes und weiteren Behörden erste Vorschläge für Kernwege ausarbeiten.

Auf Landwirte angewiesen

Die ILE-Vorsitzende Christiane Meyer , Bürgermeisterin von Ebermannstadt, betont: "Wir sind in diesem Projekt dringend auf die Expertise unserer Landwirte angewiesen und wünschen uns eine große Beteiligung. Sie stehen in diesem Projekt im Mittelpunkt. Denn nur wenn wir unsere Landwirtschaft unterstützen, können die kleinbäuerlichen Strukturen, die die Fränkische Schweiz ausmachen, erhalten bleiben." Die Termine dafür werden im Laufe des Sommers bekannt gegeben. Ob es auch eine öffentliche Auftaktveranstaltung geben kann, wie es eigentlich vorgesehen war, ist im Moment noch unklar.

Die Kosten

Das Projekt kostet circa 43 000 Euro und wird mit knapp 32 000 Euro vom Amt für Ländliche Entwicklung bezuschusst. Gegen Ende des Jahres 2021 soll das Projekt abgeschlossen sein. Das fertiggestellte Konzept wird Umsetzungsempfehlungen und Kostenschätzungen enthalten. Das Kernwegekonzept dient den Kommunen als Voraussetzung für hohe Förderungen für den Straßenbau und die Straßensanierung.

Gößweinstein und Waischenfeld haben bereits ein Kernwegekonzept mit der ILE "Wirtschaftsband A 9" beziehungsweise der ILE "Rund um die Neubürg" erstellen lassen. "Wir haben mit dem Projekt sehr gute Erfahrungen gemacht. Daher habe ich meine Kollegen bei ihrer Entscheidung gerne unterstützt," erinnert sich Edmund Pirkelmann, ehemaliger Bürgermeister von Waischenfeld. In Waischenfeld wird derzeit die erste Maßnahme aus dem Konzept realisiert. Aktuelle Infos und Termine finden sich unter www.ile-fsa.de. red