Erlangen — Der HC Erlangen hat in der Handball-Bundesliga mit seinem Sieg über den direkten Abstiegskonkurrenten Friesenheim ein deutliches Zeichen im Abstiegskampf gesetzt. Viele hatte den HC Erlangen nach der herben Pleite in Melsungen schon zu den sicheren Absteigern gezählt, doch die Mannen um Nationalspieler Ole Rahmel zeigten eindrucksvoll, dass mit ihnen noch zu rechnen ist.

HC Erlangen -
TSG Lu.-Friesenheim 37:26

Der Gastgeber agierte von Beginn an aggressiv und mit dem unbändigen Willen, diese Partie für sich zu entscheiden. Gerade der in Melsungen gescholtene Rückraum zeigte seine Klasse - Nicolai Theilinger, Nikolai Link und Sigurbergur Sveinsson steuerten 16 Treffer bei. Schnell führten die Mittelfranken mit 6:1 (10.), nutzten ihre Chancen eiskalt und brachten ihre Anhänger so in Ektase. Getragen von einer einzigartigen Atmos-phäre spielte sich vor allem einer in einen Rausch. Ole Rahmel gelang nahezu alles. 13-mal fand der Ball des Linkshänders den Weg in das Friesenheimer Tor, davon sechsmal vom Siebenmeter-Punkt. Mit einem beruhigenden Fünf-Tore-Vorsprung ging der HCE in die Pause.
Auch nach dem Wechsel änderte sich nichts. Die Mittelfranken ließen dem Gast aus der Pfalz nicht den Hauch einer Chance. Immer größer wurde zum einen der Abstand aber auch die Sicherheit, dass der HC Erlangen das Spielfeld als Sieger verlassen wird. Als zehn Minuten vor dem Ende zwölf Tore zwischen den beiden Kontrahenten lagen, war auch der letzte Zweifler vom höchsten Sieg in der jungen Erlanger Bundesliga-Geschichte überzeugt.
"Wir haben heute die richtige Antwort gegeben und gezeigt, dass wir bis zum letzten Spiel kämpfen werden. Meine Mannschaft hat das heute wirklich sehr gut gemacht. Aber unser Fokus lieg jetzt schon auf der kommenden Aufgabe", erklärte HCE-Trainer Robert Andersson im Anschluss. red
HC Erlangen: Stochl, Katsigiannis - Weltgen (4), Theilinger (6), Murawski, J. Link (1), Preiß (1), Sveinsson (8), Nienhaus, Heß, Rahmel (13/6), Stranovsky (2), N. Link (2), Thümmler, Sabljic
TSG Lu-Friesenheim: Klier, Bender - Grimm (4), Kogut (1), Dietrich, Lex (4), Just (5), Tesch (1), Hauk, Büdel (5), Schmidt (2), Kossler (1), Criciotoiu (3), Claus, Schulte, Claussen
SR: Matthias Brauer, Kay Holm / Zus.: 3208