Es ist immer etwas Besonderes, wenn in einer Pfarrei oder Kirchengemeinde ein Erz- oder Weihbischof weilt. Dies war am Wochenende in Weismain nicht anders. So spendete in der Weismainer Kirche St. Martin der Bamberger Weihbischof Herwig Gössl jungen Christen aus den Pfarreien Weismain, Arnstein und Modschiedel das Sakrament der heiligen Firmung.

Um dies möglich zu machen, hatten die Weismainer Kirchenverantwortlichen die Infektionsschutzmaßnahmen für die beiden Gottesdienste nochmals optimiert. Neben dem Abstandsgebot der Firmlinge und ihrer Familien bei zwei Gottesdiensten wurde selbst auf ein Erinnerungsfoto verzichtet. Auf Abstand gehen und Schutzmasken tragen, war die Devise. Nur bei der Firmzeremonie wurden diese kurz abgenommen.

Zusammen mit Stadtpfarrer Gerhard Möckel und Diakon Rainer Daum war Weihbischof Herwig Gössl in das Gotteshaus mit festlichem Orgelspiel von Udo Dauer eingezogen und wurde dort von der Vorsitzenden der Kirchenverwaltung, Maria Bauer, mit einem Blumenstrauß begrüßt. In der katholischen Kirche ist die Firmung die Fortführung der Taufe und bildet vereint mit dieser und der Eucharistie die wesentlichsten Sakramente im christlichen Glauben.

Die Ansprache des Bischofs war an das Zeitgeschehen angepasst. In der nicht einfachen Zeit wünsche man sich oft wie in einem Film einen Superstar, bei dem am Ende das Gute siegt. Wäre es nicht schön, wenn so einer die Corona - Pandemie mit einem Schlag wegzaubern könnte? Doch diese Superkräfte gebe es nicht. Dafür habe Gott seinen Geist uns Menschen gesandt, sagte der Weihbischof. Der Geist Gottes wolle den Menschen die Kraft geben, in seinem Sinne zu leben.

Nach der Erneuerung des Taufversprechens vollzog der Weihbischof die Firmung. Er legte den Firmlingen dabei die Hand auf und zeichnete mit dem Chrisam ein Kreuz auf die Stirn. Bevor zum Abschluss das "Te Deum" angestimmt wurde, dankten die Firmlinge und Pfarrer Gerhard Möckel dem Gast für die Firmspende und überreichten einen Korb mit Weismainer Bierspezialitäten. rdi