Memmelsdorf, Schlüsselfeld und Stegaurach legten im Oktober den Grundstock für mehr Blütenvielfalt in ihren Gemeinden. Mehrere artenarme Grünflächen säten die Gemeinden gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Bamberg im Rahmen des Natürlich-Bayern-Projektes "Mehr Mut zur Natur - Insekten willkommen" mit regionalem Wildblumen-Saatgut an. Im Frühjahr folgen weitere Ansaaten, wie zum Beispiel an der Stadtmauer in Schlüsselfeld.

Ausgewählt wurden je nach Standort speziell angepasste Samenmischungen, die nur heimische Pflanzen wie Glockenblumen, Acker-Witwenblume, Klappertopf oder Wilde Möhre enthalten. "Ganz wichtig ist es uns, keine handelsüblichen Blühmischungen mit exotischen Pflanzen zu verwenden, mit denen unsere heimischen Insekten oft gar nichts anfangen können. Wildbienen oder auch Schmetterlingsraupen sind in ihrer Entwicklung manchmal auf eine einzige heimische Wildpflanze angewiesen", so Projektleiterin Christine Hilker.

Das Team des Memmelsdorfer Bauhofs schaffte in der Nähe von Schmerldorf innerhalb kurzer Zeit ein Wohlfühlparadies für Schmetterlinge, Heuschrecken und Co: Es wurden Obstbäume gepflanzt, eine Aufwertung mit bunten Wiesenblumensamen sorgt im nächsten Jahr für eine reich gedeckte Blüten-Tafel und Totholz, Sand- und Steinhaufen für Brut- und Überwinterungsquartiere. An die Menschen wurde auch gedacht: Eine aus einem Baumstamm gesägte Bank lädt zum Verweilen ein, ergänzt ab Frühjahr durch eine Informationstafel. red