Mitte Juli starteten Michael Greibl und Sebastian Back zu ihrer MTB-Tour entlang der Küste der Normandie und über diese Reise erzählten sie mit schönen Bildern beim Sektionsabend des Bad Kissinger Alpenvereins.

Für die gut zweiwöchige Reise wurden die Bikes vollgepackt mit allem, was man so braucht, wenn man unabhängig von klassischen Unterkünften reisen will.

Mit dem Flixbus ging es über Frankfurt nach Paris. Eine Besichtigungstour mit dem Rad erwies sich wegen des Verkehrs in der Metropole Frankreichs als ausgesprochen stressig. Dann ging es weiter mit dem Zug nach Cherbourg und an die Atlantikküste. Bei Barfleur am Strand wurde erstmals biwakiert.

30 Meter hohe Klippen

Ein weiteres Biwak wurde am Utah Beach errichtet, denn die Strände interessierten allein schon wegen ihrer Geschichte im 2. Weltkrieg, als die Alliierten hier am 6. Juni 1944, dem D-Day, landeten. Vom "Pointe du Hoc" aus kann man einen weiten Teil des Strandes überblicken. Hier kam die erste Landungswelle um 6.30 Uhr an.

Ihre Aufgabe war es die 30 m hohen Klippen zu erklimmen, um die Geschützstellungen auszuschalten, was unter großen Opfern gegen 7.40 Uhr gelang. Weiter ging es entlang der Küste, teilweise auf Wegen aber meist entlang des Strandes.

Überquerung mit Problemen

Bei Honfleur bereitete die Überquerung der sehr breiten Mündung der Seine erhebliche Probleme, war doch die Autobahnbrücke für die Radfahrer nicht passierbar. Le Havre wurde durchquert und dann ging es über Eu zügig nach Calais, dem Ende der Radroute entlang der Küste, die allerdings nur spärlich ausgeschildert ist. Das Wetter meinte es nicht immer gut mit den Beiden, aber nach Regen folgte immer wieder die Sonne, so dass alles immer wieder schnell getrocknet werden konnte.

Die Heimreise wurde natürlich auch mit dem Rad zurückgelegt. Die Route führte über Brügge, Antwerpen, Eindhoven und Worringen nach Köln, wo erstmals im Hotel übernachtet wurde. Rheinaufwärts wurde Frankfurt erreicht und in Frankenheim endete nach 1700 Kilometern die 13-tägige Tour.

Vortragsreferent Winfried Göppner dankte den beiden Referenten für ihren spannenden Vortrag und die Zuhörer spendeten kräftigen Beifall. Heinz Steidle