Manfred Kreitmeier feiert heute, Samstag, 27. August, seinen 80. Geburtstag und kann auf ein erfülltes Leben zurückblicken, als Mann der Öffentlichkeit, des Sports und der Politik: Der langjährige Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende des Bezirks Oberfranken im Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) ist heute noch als "Mister Sport" in Bayreuth und ganz Bayern bekannt. Er war der Prototyp eines erfolgreichen Managers mit der Bindung zur Basis, dem der Sport viel zu verdanken hat und der ihn ein Leben lang begleitete.


Ausbildung junger Sportlehrer

Der Pragmatiker und Perfektionist Kreitmeier war Sportlehrer, der schon in jungen Jahren an der Universität Tübingen Sportlehrkräfte ausbildete und danach lange Jahre an der Universität Bayreuth einen Lehrauftrag hatte. Er leitete nach seiner Tätigkeit an der Oberrealschule und am Deutschen Gymnasium Bayreuth von 1967 bis 2001 das neu gegründete Sportamt der Stadt Bayreuth. Als begeisterter und guter Schwimmer von Kindesbeinen an war er seit 1960, damals schon Lehrwart des Bayerischen Schwimmverbandes, über fünf Jahrzehnte in den Diensten des BLSV, machte sich da in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland einen Namen.


Kreitmeier und die Karriereleiter

Der Aufstieg auf der Karriereleiter war programmiert: Von 1972 bis 1992 war Kreitmeier Präsident des Bayerischen Schwimmverbands, von 1975 bis 1977 Präsident des Deutschen Schwimmverbands. Die erfolgreiche Bewerbung der BRD für die Schwimm-WM 1978 in Berlin trug die Handschrift des gebürtigen Ambergers. An den Vorbereitungen der Asienspiele 1974 in Teheran wirkte er ebenfalls mit.
Eine besondere Wegmarke ist die Zeit von 1970 bis 1972, in der er als Referatsleiter und Sportstättendirektor bei den Olympischen Spielen in München sein Organisationstalent unter Beweis stellte. Die Erfahrungen im Sportstättenbau brachte Kreitmeier in seiner Eigenschaft als Sportamtsleiter in Bayreuth an entscheidender Stelle ein, setzte im Sportpark unter der Ägide von Oberbürgermeister Hans Walter Wild bleibende Akzente. Im BLSV stand der Dauerläufer des Ehrenamtes von 1992 bis 2013 an der Spitze des Bezirks Oberfranken. Seine Erfahrung und Aufgeschlossenheit für Neues, um den Sport voranzubringen, ist auch in vielen Kongressen,Tagungen und Großveranstaltungen spürbar geworden.
Örtlich engagierte sich Kreitmeier 35 Jahre lang als Mitbegründer und Geschäftsführer des Sportkuratoriums Bayreuth und war acht Jahre Vorsitzender des Stadtsportverbandes Bayreuth. Außerdem saß der Ehrenpräsident des Bayerischen Schwimmverbandes von 1978 bis 2008 als Mitglied im Sportausschuss des Bayerischen Städtetages. Von 2002 bis 2014 vertrat er den Sport auch als Bayreuther Stadtrat, der ihn zum Altstadtrat ernannte, und setzte sich für die Belange der Bayreuther Sportvereine ein.


Unzählige Auszeichnungen

Wer Manfred Kreitmeier kennt, weiß, dass er all die Ämter nie als Belastung empfunden hat, sondern sie gerne und mit ganzem Herzen ausfüllte. Wenn er einmal eine Aufgabe angenommen hatte, bewies er stets Standfestigkeit und Durchhaltevermögen. Ehrungen blieben in dem langen Sportler-Leben nicht aus: Das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, der Bayerischen Verdienstorden, der Ehrenbrief des Deutschen Schwimmverbandes, die BLSV- Ehrennadel in Gold mit Brillanten, die höchstens zehn lebende Personen tragen dürfen, und die Ehrenmedaille des Bezirkstags von Oberfranken, um nur einige zu nennen.