Der BLLV-Kreisverband Herzogenaurach hält Maßnahmen gegen den Lehrermangel für völlig inakzeptabel und beteiligt sich an einem Aktionstag mit persönlichen Botschaften an den Kultusminister. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die Kreisvorsitzende Manuela Janisch verschickt hat.

Der Kreisverband stehe am landesweiten BLLV-Aktionstag "Lehrermangel: So nicht!" für die Lehrer ein, erklärt Janisch. "Die Kolleginnen und Kollegen an unseren Grund-, Mittel- und Förderschulen wollen sich am heutigen Freitag positionieren und ein Zeichen setzen." Geschehen werde das mit individuell gestalteten Protestfotos, Postkarten und einer Kundgebung vor der Lorenzkirche in Nürnberg. Auf diesen Karten werden persönliche Botschaften an den Kultusminister formuliert. "Wir sammeln alle Postkarten der Kolleginnen und Kollegen aus ganz Bayern und übergeben diese persönlich an den Kultusminister", schreibt Janisch.

Der Protest richte sich gegen die Anfang Januar angeordneten "Maßnahmen zur Sicherung der Unterrichtsversorgung" des Kultusministeriums. "Unsere Botschaft ist klar: So nicht - wir sind viele, wir sind laut und wir sind stark", so Janisch. Seit Anfang Januar ist es raus: "Lehrer an Grund-, Mittel- und Förderschulen sollen das Versagen der bayerischen Schul- und Bildungspolitik ausbaden", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Janisch hält die Maßnahmen des Kultusministeriums gegen den Lehrermangel für "völlig inakzeptabel". Sie wendet sich damit gegen drastische Maßnahmen wie beispielsweise Mehrarbeit oder den Wegfall des vorzeitigen Ruhestands. Die Lehrer seien "sehr enttäuscht, verunsichert und demotiviert".

Die Kreisvorsitzende: "Wir sagen Nein zum Arbeitszeitkonto für Grundschullehrkräfte, Nein zur Anhebung der Antragsaltersgrenze und Nein zu Einschränkungen bei Teilzeitmöglichkeiten!" Der BLLV habe immer die Realität an den Schulen gezeigt, gewarnt und Forderungen gestellt. "Wir wurden nicht gehört", kritisiert Janisch. "Jetzt sollen wir es sein, die für die personelle Misswirtschaft an den Schulen gerade stehen müssen. Alle im Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband sind sich einig: So nicht! Es reicht!" red