Kreis Lichtenfels — Mancher Kreisrat erinnerte sich am Montag etwas verwundert an Geschäftsergebnisse des Helmut-G.-Walther-Klinikums vor der Zeit des Klinikverbundes Regio med. Ein Jahr mit einer "schwarzen Null", also ohne Fehlbetrag, abzuschließen, war damals Anlass zu großer Freude. Für das achte Jahr des Landkreise und Bundesländer übergreifenden Verbundes prognostizierte Hauptgeschäftsführer Joachim Bovelet einen Überschuss von zirka fünf Millionen Euro. Für 2014 legte er rückblickend ein "außergewöhnlich gutes" Gesamt-Jahresergebnis von 8,4 Millionen Euro dar. Nur Klinikum und MVZ Neustadt schrieben noch keine schwarzen Zahlen.
Das Ergebnis des operativen Geschäfts habe sich von 2012 auf 2013 verdreifacht. Der Hauptgeschäftsführer begründete dies unter anderem mit den Zahlen der Neurochirurgie und Kardiologie in Lichtenfels. Um notwendige Investitionen aus eigener Kraft tätigen zu können, hält Bovelet weitere Einsparungen für erforderlich, etwa bei Küche, Labor und Apotheke. Hier seien Straffungen durch Zentralisierung möglich. Wenn die Kosten für für das Essen inklusive Personal derzeit mit 13 Euro pro Tag kalkuliert werden, kann man seiner Ansicht nach auch mit neun Euro - und dies mit besserer Qualität - zurechtkommen. An dieser Darstellung meldete Kreisrätin Monika Faber Zweifel an; längerer Transport wirke sich nachteilig auf Speisen aus. pp