Wechsel an der Spitze des CSU-Ortsverbandes Weißenbrunn: Der bisherige Zweite Vorsitzende Michael Bohl wurde in der Jahreshauptversammlung einstimmig zum neuen CSU-Ortsvorsitzenden gewählt. Er folgt damit auf Friedrich Thaler, der 15 Jahre lang mit unermüdlichem Einsatz den Ortsverband in Weißenbrunn angeführt hatte.
Als "echten Kämpfer für die CSU, der nicht nur im Orts-, sondern auch im Kreisverband vor allem die Themen anpackt, die sonst keiner anpacken möchte" würdigte Jens Korn die erfolgreiche Arbeit des scheidenden Vorsitzenden im Gasthaus Alex in Gössersdorf. Korn, Erster Bürgermeister der Stadt Wallenfels und Vorstandsmitglied der Frankenwald-CSU, überbrachte die Grüße des Kreisverbandes.
Die Versammlung bedankte sich herzlich bei Friedrich Thaler für seine unermüdliche Arbeit an der Verbandsspitze und machte deutlich, dass man hoffe, dass er auch in Zukunft der CSU vor Ort besonders verbunden bleibe.
Als neuer stellvertreter Vorsitzender der Weißenbrunner CSU wurde Ralf Oßmann gewählt, neuer Schatzmeister ist Alexander Bauer, im Amt als Schriftführer bestätigt wurde Frank-Jürgen Oehrlein. Neue Vorstandsbeisitzer sind Heinz Schubert und Philipp Schwarz.
Gemeinsam warfen die Mitglieder einen Blick zurück auf das vergangene Arbeitsjahr der CSU Weißenbrunn. Die wertvolle Arbeit der fünf Gemeinderäte und des Ortssprechers werde in den Medien nicht entsprechend widergespiegelt, bedauerte Fritz Thaler. "Wichtig ist, dass Ihr an Euren Themen dranbleibt. Wie heißt es so schön: Steter Tropfen höhlt den Stein!", ermutigte der scheidende Vorstand sein Team. Der Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Klaus Ruppert, beschrieb die aktuelle Situation im Gemeinderat ebenfalls als nicht immer einfach, da die Berichterstattung leider immer nur in eine Richtung gehe.
"Aber wir stehen dafür, dass es auch in der aktuell schwierigen Situation in Weißenbrunn vorwärts gehen soll. Und: Wir wollen keine reine Opposition machen", stellte Ruppert klar. "Wir können aber ruhig noch mutiger sein. Schließlich haben wir tolle Ideen, mit denen wir punkten können. Wir brauchen uns mit unserer aktiven Gemeinderatsarbeit im Gremium wirklich nicht zu verstecken."
Beispielhaft wurden unter anderem die Anträge auf eine Friedhofsneugestaltung sowie die Ausweisung eines neuen Baugebietes in Weißenbrunn in der Versammlung genannt. Noch für längere Zeit werde die Räte sowie die Bevölkerung das Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) begleiten, stellte Zweiter Bürgermeister und neuer CSU-Vorsitzender Michael Bohl klar. Als einzige Fraktion habe die CSU einen Vorschlags- und Ideenkatalog mit 130 Punkten im Gemeinderat vorgelegt. "Das zeigt, dass wir uns positiv einbringen wollen und uns selbstverständlich Gedanken machen, wie wir unsere Gemeinde voranbringen können." Dieser Katalog wurde aber leider noch nicht ins GEK eingearbeitet. "Wir hoffen aber, dass sich hier noch etwas tut", so Bohl.
"Euer Weg ist richtig", ermutigte CSU-Kreisvorstandsmitglied Jens Korn die Weißenbrunner Christsozialen. "Anträge und Ideen, die erst lautstark abgelehnt werden, um dann durch die Hintertüre doch umgesetzt zu werden, kenne ich nur zu gut aus eigener langjähriger Erfahrung."
Umso mehr beeindrucke ihn, so Korn, dass man keine Fundamental-Opposition mache. "Eine reine ,Nein-Sager-Partei' wollen die Menschen übrigens auch gar nicht." Wichtig sei, dass sich die Räte konstruktiv einbrächten und das sei in Weißenbrunn der Fall. red