Die Regionalliga-Volleyballer des SC Memmelsdorf mussten dem gastgebenden TV Mömlingen nach einem anspruchsvollen Spiel mit vielen Höhen und Tiefen auf beiden Seiten einen 3:2-Erfolg (22:25, 25:13, 18:25, 25:23, 15:6) überlassen. Damit überholten die Unterfranken den SCM in der Tabelle und rangieren mit ebenfalls vier Punkten auf Rang 7.

Die Memmelsdorfer wollten mit druckvollen Aufschlägen die Annahme des Gegners ins Wanken bringen. Diese Taktik ging im ersten Satz (25:22) auf. Mit breiter Brust ging der SCM in den zweiten Durchgang. Nach einer kurzen Kopf-an-Kopf-Phase brach die Annahme des SCM ein und brachte die Bälle nicht mehr zum Zuspieler Gyula Lakatos. Bei einem 7:15-Rückstand schenkten die Memmelsdorfer den Satz ab (13:25) und konzentrierten sich auf den dritten Durchgang.

Jetzt präsentierten sich die Memmelsdorfer wieder mit starker Annahme. Im Angriff wechselten sich hammerharte Schläge und gefühlvoll gelegte Bälle ab. Michael Wiechmann streckte mit seinen eisenharten und blitzschnellen Sprungaufschlägen zum Ende des Satzes den TV mit 25:18 nieder. Der SCM-Mannschaft war in diesem Aufsteigerduell anzusehen, dass sie wieder Spaß am Spiel hatte und sich nicht mehr länger mit den mentalen Blockaden aufhielt.

Die Mömlinger wussten sich aber erneut zu steigern und griffen mit der Unterstützung ihrer Fans im vierten Satz unerbittlich an. Der SCM konterte mit ebenfalls starken Angriffen und einer soliden Abwehr. Dieses ermöglichte es den Zuspielern beim SCM, die Bälle vielseitig zu verteilen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Mömlingen behielt knapp mit 25:23 die Oberhand.

Im Tie-Break eingebrochen

Mit schon vier ereignisreichen Sätzen in den Knochen ging es in den Tie-Break. Nach den ersten zwei verspielten Bällen der Angreifer punktete Mömlingen wie auch schon in Satz 2 durch druckvolle Aufschläge. Die Annahme des SCM, vermutlich nicht mehr mit der nötigen mentalen Frische, geriet zusehends unter Druck. Der SCM gab letztendlich den Entscheidungssatz mit 6:15 ab. Nun gilt es in den kommenden Wochen Lösungen zu erarbeiten, um die Last der Annahme auf mehrere Schultern zu verteilen. Damit würde auch wieder mehr Spaß in nicht so guten Phasen entstehen und das Team nicht so schnell von Unzufriedenheit und Selbstzweifeln zerfressen. Das Team um Michael Werner wird auf jeden Fall noch härter trainieren und kämpfen. Denn der Schlachtruf des Team ist nicht umsonst "Fighting Fränggisch". SCM: Breuninger, Kolb, Lakatos, Sears, Schlegel, M. Werner, T. Werner, Werner, Wiechmann, Zachert, Nestrov