Die "Aischtalstörche" des Gymnasiums Höchstadt bekamen die einmalige Gelegenheit, mit dem bekannten Flugzeugkonstrukteur und Uni-Dozenten Heinrich Eder ultraleichte Flugobjekte, sogenannte Saalflieger, zu bauen. Das Einfliegen erfolgte in der benachbarten Spix-Turnhalle.

Bei ihrer schon traditionellen Präsentation im Deutschen Museum hatten die Schüler des Wahlfachs "Technisches ExperiMINTieren" Heinrich Eder kennengelernt. Und sie nahmen das überraschende Angebot von "Meister Eder", in Höchstadt einen Workshop für die extrem leichten Flugzeuge durchzuführen, sehr gerne an.

Die Teilnehmerzahl war auf acht Schüler begrenzt, da beim erstmaligen Bau eine intensive Betreuung notwendig ist. Die Tragflächenbespannung wird dabei aus einer weniger als 0,1 Millimeter dünnen Kondensatorfolie zurechtgeschnitten, während die Leisten und Rippen aus Balsaholz bestehen. Dieses tropische Holz wiegt nur etwa ein Fünftel der heimischen Hölzer. Der Umgang mit diesen feinen Materialien erfordert große Konzentration und Sorgfalt.

Präzision gefragt

Aufgrund des geringen Gewichts müssen auch kleinste Bauteile präzise verbaut werden. Die Winkel der Flügel müssen eingestellt und der Schwerpunkt ermittelt werden, damit das Flugobjekt später in einer gleichmäßigen Kreisbewegung durch die Turnhalle gleiten kann. Für den Antrieb sorgt ein stark verdrillter Gummi, der den Propeller bewegt.

"Meister Eder" beschrieb genau, welche Aspekte die jungen Leute zu beachten hatten und erklärte verständlich die technischen Grundlagen. Bei Fragen war der erfahrene Aerodynamiker immer hilfsbereit und konnte individuelle Probleme lösen. Die Jugendlichen ihrerseits fertigten die Saalflieger, die etwa so viel wiegen wie ein Ein-Cent-Stück, ruhig und mit sehr viel Konzentration.

Vorsichtig schnitten die Bastler Teile mit Rasierklingen zurecht und trugen Leim mit Zahnstochern auf.

Noch vor dem Mittagessen konnten die ersten Testflüge durchgeführt werden. Dann begann die große Arbeit an den kleinen Details. Gummis wurden gespannt, Tragflächen ausgerichtet, Propeller ausgebessert.

Mit den fertiggestellten Fliegern ging es schließlich in die Schulturnhalle, die als Luftraum für die ultraleichten Flugobjekte diente. Nachdem beim Vergleichsfliegen lange "Sambach 1" wie der sichere Sieger aussah, gewann zum Schluss "Pommersfelden 1" mit Dominik Haas.

Im April werden die "Aischtalstörche" dann mit ihren erfolgversprechenden Saalfliegern beim Deutschen Jugendcup in Ingolstadt antreten. red