Die erweiterte Anflugbefeuerung für den Verkehrslandeplatz Brandensteinsebene ist in diesen Tagen installiert worden. Sieben rot-weiße Metallmasten ragen jetzt auf einem Feld oberhalb der Rögener Hütte empor. 150 Meter vor dem Beginn der Start- und Landebahn weisen die bis zu 20 Meter hohen Masten mit oben angebrachten weißen Lampen den zur Landung anfliegenden Piloten den Weg.

Die Lampen schicken ihr weißes Licht in die Anflugrichtung und werden nur bei Bedarf in Betrieb genommen. Weiter sind die im Fachjargon genannten "Feuer" in der Helligkeit regelbar. Bei unsichtigem Wetter in der Nacht, so war zu erfahren, werde die Leuchtstärke vermindert, um die Piloten nicht zu blenden.

Am Mittwoch wurden die Masten aufgerichtet, nachdem die weißen "Feuer" an der Spitze verkabelt und geprüft waren. Ein Hubschrauber der Bundespolizei überflog die Baustelle nach dem Start.

Das Luftamt Nordbayern der Regierung von Mittelfranken hat die Verlängerung der Anflugbefeuerung am Verkehrslandeplatz Coburg-Brandensteinsebene Anfang des Jahres genehmigt. Damit könnten die bisherigen Instrumentenflugverfahren über den 31. Dezember 2019 hinaus unbefristet und ohne Einschränkungen genutzt werden, hatte der bayerische Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) im April erklärt.

Die Anflugbefeuerung wird in östlicher Richtung um 150 auf dann 300 Meter verlängert und wegen des abfallenden Geländes aufgeständert. Dadurch können Piloten auch bei eingeschränkten Sichtbedingungen die Start- und Landebahn frühzeitig erkennen und sicher landen. Der An- und Abflug unter Instrumentenflugbedingungen bedeutet für die gewerblichen Nutzer des Flugplatzes eine größere Wetterunabhängigkeit bei der Planung ihrer Flüge. So komme man den Bedürfnissen der international agierenden Wirtschaft von Oberfranken West im Luftverkehr nach, hatte der Minister weiter mitgeteilt.

Künftig ist keine Ausnahmegenehmigung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur für eine verkürzte Anflugbefeuerung mehr erforderlich. Die aktuelle Ausnahmegenehmigung wäre zum Ende dieses Jahres ausgelaufen.

Die Kombilösung

Die Sicherstellung des dauerhaften Instrumentenflugbetriebes auf der Brandensteinsebene ist ein wesentlicher Bestandteil der sogenannten Kombilösung für Oberfranken West. Diese sieht die Ertüchtigung der Flugplätze Coburg und Bamberg für den dauerhaften Instrumentenflugbetrieb vor. So können in Zukunft die kleineren Flugzeuge in Coburg und die größeren Flugzeuge bis zehn Tonnen in Bamberg unter Instrumentenflugbedingungen starten und landen.

Am Anfang der erweiterten Anflugbefeuerung sind drei Masten nebeneinander angeordnet, vier weitere stehen im Abstand von jeweils 30 Metern in der Verlängerung der Start- und Landebahn.