Auf dem ehemaligen US-Standortübungsplatz im Hauptsmoorwald stehen ab 25. Januar in ausgewiesenen Beständen "Maßnahmen zur naturschutzfachlichen Entwicklungssteuerung" an, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Gemeint ist die gezielte Entnahme von Nadelholz durch den Bundesforstbetrieb Reußenberg.
Ohne das menschliche Zutun vergangener Zeiten würde ein Großteil der deutschen Wälder fast ausschließlich aus Buche bestehen. In einigen Regionen wurde die eigentliche Hauptbaumart allerdings durch wirt-schaftlich interessantere Nadelhölzer ersetzt - so auch im Bamberger Hauptsmoorwald. Die potenziell natürlichen Laubbaumarten wurden hier vornehmlich durch die schneller wachsende Kiefer verdrängt. Der Bundesforstbetrieb Reußenberg möchte nun auf dem ehemaligen Militärgelände der Urvegetation wieder zu neuem Glanz verhelfen.
In Abstimmung mit der örtlichen Naturschutzbehörde werden die Nadelhölzer aus den Beständen entnommen. Auf den ausgewählten Flächen kauern bereits einige Laubhölzer im Schatten der großen Kiefern, wissen die Experten. Buche, Eiche und Ahorn würden nur darauf warten, dass sie wieder Licht und Raum erhalten, um sich zu entfalten. red