3 656 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte - mehr als noch vor zehn Jahren - zählt der Landkreis Lichtenfels 2018, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth meldet. "Das ist die höchste Beschäftigtenzahl seit 1992", freut sich Wilhelm Wasikowski, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Lichtenfels. "Nur noch 657 Beschäftigte trennen uns vom Rekordergebnis 1992."

Krise längst kompensiert

"Alle kreisfreien Städte und Landkreise Oberfrankens verzeichnen eine positive Beschäftigtenentwicklung, die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008 hat die oberfränkische Wirtschaft längst kompensiert", erläutert Wasikowski.

Oberfrankenweit steigt die Zahl der Mitarbeiter um 60 416 auf den neuen Rekordwert von 434 651. 28 712 Menschen arbeiten 2018 in Unternehmen im Landkreis. Um 14,6 Prozent oder 3656 ist die Beschäftigtenzahl dabei in den vergangenen zehn Jahren gestiegen.

Optimistische Aussichten

Seit 1992 wächst der Wirtschaftsraum Lichtenfels kontinuierlich. Alleine um 438 stieg die Beschäftigtenzahl 2018 gegenüber dem Vorjahr. Wasikowski: "Die Unternehmen sind trotz verschiedener Unsicherheitsfaktoren auch für 2019 optimistisch." Er nennt hier exemplarisch den Brexit, die Lage in der Türkei und in Italien sowie den Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Sorgen bereitet ihm in erster Linie der Fachkräftemangel, der das Wirtschaftswachstum schon seit Jahren bremst.

Für den Landkreis Lichtenfels prognostiziert das Bayerische Landesamt für Statistik eine positive Wanderungsbilanz von 5,2 Prozent bis 2037. Trotzdem wird mit einem Bevölkerungsrückgang gerechnet, was auf den Sterbeüberschuss zurückzuführen ist.

Fachkräftelücke wird wachsen

Wasikowski: "Ohne die Zuwanderung von Fachkräften aus dem In- und Ausland wird die Fachkräftelücke im Raum Lichtenfels weiter wachsen. Einfachere Möglichkeiten, Fachkräfte aus dem Ausland zu rekrutieren sind deshalb das Gebot der Stunde. Auch brauchen wir pragmatische Lösungen für integrierte Flüchtlinge." red