Coburger Waldorfschüler werden im Mai dieses Jahres das erste Mal am Internationalen Jugend-Eurythmie-Festival in Witten im Ruhrgebiet auftreten. In Kooperation mit der Waldorfschule Dresden werden die 10. Klassen beider Schulen gemeinsam auf der Bühne stehen. Seit dem Sommer proben die Schüler beider Klassen getrennt in ihren Städten. Nun trafen sich beide Klassen, um die einstudierten Choreografien zusammenzufügen. Dafür kamen die Dresdener Schüler am 13. Januar für ein Wochenende nach Coburg.
Zur Kooperation der beiden Schulen kam es durch die zwei befreundeten Eurythmielehrer Andreas Reuther (Dresden) und Petra Martin (Coburg). Sie sind ein eingespieltes Team. Schon ihren Master in Eurythmie absolvierten sie gemeinsam an der Freien Hochschule Stuttgart.
Seit Jahren ist der Dresdner Eurythmielehrer mit seinen Schülern in Witten dabei, nun wird das lang erwünschte Projekt der beiden Kollegen und ihrer Schüler realisiert. "So ein Wochenende geht nur mit Vertrauen." Freude und Anspannung herrschte vor dem ersten Zusammentreffen der beiden Klassen.
"Am Anfang hatten wir so unsere Startschwierigkeiten, wir mussten uns aneinander gewöhnen, jetzt läuft es sehr gut", berichtet Joshua Pilarzyk, Schüler aus Coburg, am Samstagabend. "Das hier hat nichts mehr mit Namen tanzen zu tun."
Die Darbietung besteht aus mehreren Teilen, wobei sich Sprache und Musik stets abwechseln und aufeinander aufbauen.
Die Wahl der Musik und des Gedichtes wurde mit den Schülern abgestimmt, die Choreografie zusammen erarbeitet und durch die Eurythmielehrer erläutert und vorgeführt. "Kunst kann man nicht erzwingen", davon sind sie beide überzeugt.
Am Ende der ereignisreichen Tage wurde gefeiert, die Schulräume wurden zu Partyräumen. Katharina Wüstefeld