Der Aufbau des Anwendungszentrums Gesundheitswirtschaft - des "Medical Valley Center Bamberg" - geht in die entscheidende Phase. Drei Teilprojekte stehen kurz vor der Umsetzung. Diese guten Neuigkeiten bringt Staatsministerin Melanie Huml mit. "Von meinem Kabinettskollegen Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer habe ich erfahren, dass er für das "Fraunhofer Mobile Health Lab Bamberg" den vorzeitigen Maßnahmenbeginn bewilligt hat", berichtet Huml.

Auch die Prüfung der Förderanträge für das Anwendungszentrum Digital Health und das Hygiene Technologie Kompetenzzentrum sei schon sehr weit fortgeschritten. "Die Realisierung dieser beiden Projekte dürfte deshalb ebenfalls zeitnah beginnen können", zeigt sich Huml zuversichtlich.

"Mit bis zu 13,5 Millionen Euro wollen wir seitens des Freistaats den Aufbau und den Betrieb des ,Medical Valley Center Bamberg' unterstützen. Damit machen wir den Wirtschaftsstandort Bamberg fit für die Zukunft", berichtet Huml in einer Pressemitteilung. "Wir brauchen hier mehr Arbeitsplätze in innovativen Wachstumsbranchen und das trifft auf den Gesundheitsbereich auf jeden Fall zu. Deshalb setze ich mich in Kabinett und Landtag seit mehreren Jahren für eine Ausdehnung des erfolgreichen ,Medical Valley' von Erlangen nach Bamberg ein und freue ich mich, dass wir nun einen entscheidenden Schritt vorangekommen sind", betont die Gesundheitsministerin.

Mit dem "Mobile Health Lab Bamberg" verfolgt das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) das Ziel, eine Telemedizinplattform zum intersektoralen Austausch medizinischer Daten in Mobile beziehungsweise eHealth-Anwendungen zu entwickeln und umzusetzen. "Sowohl für den Gesundheits- als auch für den Pflegebereich bietet die Digitalisierung enorme Chancen.

Auch vom geplanten Hygiene Technologie Kompetenzzentrum verspricht sich die Gesundheitsministerin entscheidende Fortschritte bei Hygiene und Infektionsprävention. "Der Kampf gegen Klinikkeime zum Beispiel ist eine enorm wichtige Aufgabe. Dank eines umfassenden Überwachungskonzepts konnten wir die Möglichkeiten der Bekämpfung nosokomialer Infektionen und insbesondere der multiresistenten Erreger seit 2011 deutlich verbessern", berichtet Huml. Ein weiterer Baustein sei der vor einem Jahr bayerischen Aktionsplan zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen. "Nun soll in Bamberg ein überregional bedeutendes Institut für anwendungsorientierte Hygieneforschung und Technologiebewertung entstehen", so Huml. red