Die Temperaturen sollen in dieser Woche wieder steigen. Die Apotheker raten deshalb: Medikamente nicht in der Sonne liegen lassen!
"Wird ein Medikament falsch gelagert, kann es seine Wirkung verändern oder verlieren - auch wenn man das von außen nicht sieht", so Hans-Peter Hubmann, Pressesprecher der Apotheker im Kreis Kulmbach.
Generell gilt: Medikamente sind unterschiedlich temperaturempfindlich. Idealerweise werden die meisten Arzneimittel unter 25 Grad Celsius gelagert. Einige Medikamente - etwa Insuline oder auch in der Apotheke hergestellte Antibiotikasäfte für Kinder - sind aber am besten im Kühlschrank aufgehoben. Hubmann: "Am besten fragen Sie immer in der Apotheke nach, wie die einzelnen Medikamente gelagert werden sollten." Einige Veränderungen durch Hitze sind bereits äußerlich zu erkennen: Zäpfchen beispielsweise schmelzen in der Sonne. Es kann dann zu Unter- oder Überdosierung kommen, weshalb sie nicht mehr verwendet werden sollten. Auch Cremes und Salben werden unbrauchbar, weil sich in der Sonne die festen und flüssigen Bestandteile voneinander trennen.
Am widerstandsfähigsten sind feste Darreichungsformen - also Tabletten oder Dragees. "Eine normale Tablette kann auch schon mal 50 Grad für eine halbe Stunde aushalten. Danach wird es kritisch", so Hubmann.
Auch Patienten, die Schmerzpflaster verwenden, sollten die Hautstelle vor intensiver Sonnenbestrahlung schützen und sich - soweit möglich - in kühlen Räumen aufhalten. red