Die Junge Union Erlangen-Höchstadt befindet sich im Umbruch. Bereits der Abschied vom langjährigen Vorsitzenden Uli Meierhöfer läutete eine neue Ära ein. Interimsweise hatte der Adelsdorfer Matthias Goß ein Jahr dessen Posten. Der 33-Jährige konnte die Lücke, die Meierhöfer hinterlassen hat, mit seiner fast 20-jährigen JU-Erfahrung ausfüllen.
Allerdings blüht Goß in absehbarer Zeit der "JU-Tod", sprich das altersbedingte Ausscheiden mit Erreichen des 35. Lebensjahrs. "Hinzukommt, dass ich mich auf meine Aufgaben als CSU-Ortsvorsitzender in Adelsdorf konzentrieren möchte", ergänzt Goß. Bei der Jahreshauptversammlung verkündete er deshalb seinen Rücktritt verbunden mit einem Vorschlag für das Amt des Kreisvorsitzenden: Maximilian Stopfer aus Herzogenaurach solle von nun an die Geschicke des JU-Kreisverbands lenken.


Jeder Sechste kam wählen

Insgesamt 27 stimmberechtigte Mitglieder waren zu den Wahlen gekommen. Zunächst ging Matthias Goß in seinem Rechenschaftsbericht auf die zahlreichen politischen und unpolitischen Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres ein. Besonders freute er sich über die erfolgreiche Bewerbung zur JU-Landesversammlung, die im Herbst in Erlangen-Höchstadt stattfindet.
Weiter standen unter anderem Treffen mit Landrat Alexander Tritthart (CSU), Besuche des Landtags und der CSU-Landesleitung in München sowie erstmalig ein Sommerfest in der Erlanger Geschäftsstelle auf dem Programm.
In den vergangenen Monaten intensivierte der Kreisverband auch seine Zusammenarbeit mit der JU Erlangen. Der Grund: die anstehende Bundestagswahl im September. Als "Team Müller" möchte man Stefan Müller zu einem erneuten Erfolg im gemeinsamen Wahlkreis verhelfen.
Auch mit einigen Zahlen wartete der scheidende Kreisvorsitzende Goß auf: Mit 154 Mitgliedern habe der Kreisverband die Trendwende geschafft und seine Mitgliederzahl wieder leicht steigern können. Wenig erfreulich sei jedoch die Tatsache, dass man die Ortsverbände Uttenreuth, Eckental und Regnitzgrund habe auflösen müssen.
73 Prozent der JU-Mitglieder seien männlich. Im Vorstand spiegelt sich dieses Missverhältnis allerdings nicht wider: Der Vorsitzende Maximilian Stopfer erhält Unterstützung von seinen Stellvertretern Mona Lisa Eigenfeld aus Adelsdorf, Konrad Körner aus Herzogenaurach, Janina Heger aus Möhrendorf und Dominik Geyer aus Höchstadt. Stopfer ist 20 Jahre alt und dualer Student der Mechatronik. In der JU Erlangen-Höchstadt fungierte er zuletzt als Kreisgeschäftsführer.


Schnell aufgestiegen

Obwohl er erst vor drei Jahren in die Jugendorganisation eintrat, intensivierte er seine Arbeit zügig und bekam so schnell mehr Verantwortung von seinen Vorgängern übertragen. "Ich weiß, wie schwierig es ist, junge Leute heute für Politik zu begeistern, und habe Ideen, wo man ansetzen kann, um diesem Problem entgegenzuwirken", verkündete Stopfer. mle