Am Samstag, 1. April, gibt es ab 11 Uhr in einer Konzert-Matinée in der Kulmbacher Spitalkirche erlesene Klänge in außergewöhnlicher Besetzung zu hören. Zu Gast ist das Ensemble "Cellophonie". Das mit fünf Violoncelli besetzte Ensemble präsentiert Musik von Bach, Wagenseil, Mokranjac, Klengel und Fusz. Der Eintritt ist frei. Einlass in die Spitalkirche ist ab 10.30 Uhr.
Mathias Hartmann, Heidrun Kamphausen, Georg Kamphausen, Anna Schomacher und Jakob Reinke präsentieren ein kurzweiliges Konzert-Programm, an dessen Beginn die "Sarabande e-Moll" von Johann Sebastian Bach (1685-1750) in einer Bearbeitung von W. Fitzenhagen steht. Es folgt eine Sonata in C-Dur von Georg Christoph Wagenseil (1715-1777), einem der prominentesten Vertreter der frühen Wiener Schule. Vier Serbische Liedsätze aus dem 19. Jahrhundert von S. Rahmanj und Stevan Mokranjac (1856-1914) schließen sich an.
Julius Klengel (1859-1933) galt als talentiertes Wunderkind. Bereits mit 15 Jahren spielte er im Leipziger Gewandhausorchester und war schon bald als Solist gefragt. Auch als Komponist machte er sich schon bald einen Namen. Sein bekanntestes Werk ist der Hymnus für 12 Celli. Fast alle angehenden (Profi-) Cellisten spielen im Laufe ihrer Ausbildung ein Klengel-Konzert. In Kulmbach erklingt ein "Lied ohne Worte" sowie dessen "Gavotte G-Dur". Den Abschluss bilden fünf Stücke von Ferencz Fusz (1890-1956).
Der Cellist Mathias Hartmann ist Begründer des Celloensembles, das seit über 30 Jahren besteht. Zu seiner Zeit als Dozent am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg musizierte er mit seinen Studenten in unterschiedlichen Formationen für zwei bis zwölf Cellisten. Diese Tradition führte er als Dozent an der Städtischen Musikschule Bayreuth in zahlreichen Konzertauftritten in Bayreuth und Umgebung fort. Seit vier Jahren firmiert das Ensemble als "Cellophonie Bayreuth" mit dem Ziel, einem interessierten Publikum Kompositionen für Duo bis Celloquintett vom Barock bis in die Moderne vorzutragen. rd