Mathematik ist für viele Schüler und Schülerinnen eines der ungeliebtesten Schulfächer. Zu trocken, zu abstrakt, zu langweilig. Zumindest bis jetzt. In der Riedenberger Grundschule dürfte sich das in Zukunft ändern. Dort nahmen Lehrkräfte am Weiterbildungsprogramm "Sinus an Grundschulen in Bayern" teil. Die Grundschule erhielt nun das entsprechende Zertifikat.
Doch was bedeutet dieses Modellprogram konkret? Es hat auf jeden Fall nichts mit Kosinus und Tangens zu tun. Sinus steht für: Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts. Bayerische Grundschulen beteiligen sich seit dem Schuljahr 2004/05 an den bundesweiten Modellprogrammen.
Sinus setzt in unterschiedlichen Problembereichen seine Schwerpunkte. Es sind dies: "Gute Aufgaben", "Entdecken, erforschen, erklären", "Schülervorstellungen aufgreifen und grundlegende Ideen entwickeln", "Lernschwierigkeiten erkennen", "Talente entdecken und unterstützen", "Fachübergreifend und fächerverbindend unterrichten", "Interessen von Mädchen und Jungen aufgreifen und entwickeln" sowie "Eigenständig lernen".
Umgesetzt werden soll dieses Programm, indem das Lehrerkollegium einer Schule gemeinsam an der Unterrichtsentwicklung in Mathematik arbeitet. Im Idealfall arbeiten viele Kollegen nach diesem Programm. Die teilnehmenden Schulen werden regional zu Schulgruppen zusammengefasst und von Sinus-Beratern zwei bis drei Jahre begleitet.
Wie die Rektorin der Riedenberger Grundschule , Christiane Helfrich, erklärt, wird so nicht mehr, wie in früheren Zeiten, nach einem festen Schema Mathematikunterricht gehalten, sondern es werden nun auch Schülervorstellungen aufgegriffen. Die Kinder neugierig machen auf Mathematik ist das Ziel. Sie sollen sich spielerisch im Zahlenraum bewegen und praktisch trainieren. red