Nach monatelanger Planung war die Attraktion am Gymnasium Casimirianum fertig. Es gab einen Escape Room, der von allen Coburger Klassen besucht werden konnte. Unter der imaginären Saga der Ursel Kratschke, einer berühmt-berüchtigten Mathelehrerin aus dem 17. Jahrhundert, welche die historische Schulstätte heimsuchte, gingen die Schüler ohne Vorahnung in den Keller der Schule.

Sie will Rache nehmen

Laut ausgedachter Geschichte kam es nach vier Jahrhunderten zur Rückkehr der verschollenen Lehrkraft. Ihr Ziel war die Rache an den Schülern, welche ihr den damaligen Alltag zur Hölle gemacht hatten. Die Klassen wurden in einem Raum eingesperrt und mussten innerhalb von 40 Minuten der Mathematiklehrerin Kratschke entkommen. Mithilfe des selbstkonstruiertem Escape Rooms erweckte das P-Seminar die fiktive Geschichte der Ursel Kratschke zum Leben.

In den vier Tagen bezwangen Klassen aller Jahrgänge aus insgesamt drei verschiedenen Schulen gemeinsam mit ihrer Lehrkraft die mathematisch-geprägten Rätsel und Aufgaben. Gäste kamen so vom Alexandrinum und der Realschule Coburg I. Um sich in der vorgegebenen Zeit aus dem Raum zu befreien und die vier Ebenen überwältigen zu können, war Teamarbeit gefragt. Doch nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrkräfte waren oftmals von der Motivation gepackt und verhalfen mit zum Sieg. Somit gelang es fast allen Klassen, in dem vorgegebenen Zeitrahmen den versteckten Schlüssel zu entdecken.

Die Mühe, Anstrengung und der Teamgeist der schnellsten drei Klassen blieb natürlich nicht unbeachtet. Nach einer Auswertung der verschiedenen Zeiten wurden die Besten durch einen Preis in Form eines Gutscheines belohnt.

Große Begeisterung

Nach massiver positiver Rückmeldung sowohl von Schülern als auch Lehrkräften aller teilnehmenden Schulen kann stolz gesagt werden, dass dieses Projekt ein voller Erfolg wurde, heißt es in einer Mitteilung des Gymnasiums Casimirianum. Und weiter: "Dies wäre jedoch ohne die Unterstützung einiger Personen nicht möglich gewesen. Deshalb dankt das P-Seminar Mathematik allen Teilnehmern. Außerdem ergeht herzlichster Dank an die Sponsoren, wie die Blumenwerkstatt in Rödental, welche für die Dekorationsmaterialien sorgte. Ohne diese Hilfe wäre der Escape Room nicht zu der Schulattraktion am Casimirianum geworden. Und zum Schluss ein großes Dankeschön an Kursleiter Studienrat Bertram Unger. Durch seinen Einsatz kam es zu dem Endergebnis, das sowohl Schüler als auch Lehrer zur Begeisterung brachte." red