Rund um den Haushalt ging es in der Sitzung des Gemeinderates, den der Kämmerer der VG Baunach, Bernhard Weber, vortrug. Das Volumen des Verwaltungshaushaltes mit 1 509 400 Euro blieb im Vergleich zu den Vorjahren relativ konstant. Die Investitionsmöglichkeiten sind eng begrenzt. Ein Loch in den Haushalt reißt mit 101 000 Euro die Investitionsumlage Schule Baunach, wo die Erneuerung der Heizung bevorsteht, und der Ausbau der Bergstraße mit zunächst 78 500 Euro und 250 000 Euro im nächsten Jahr, sowie der Breitbandausbau mit 115 000 Euro.
Nach den großen Investitionen in den vergangenen Jahren für das Regenüberlaufbecken in Deusdorf sei das Investitionsvolumen für die nächsten Jahre in der Abwasseranlage noch unklar, da noch nicht feststehe, in welcher Höhe Mittel der beteiligten Gemeinden fließen. Hier stehen zum Beispiel noch Einnahmen aus dem Planjahr 2014 in Höhe von 276 000 Euro aus. Und erst, wenn diese Mittel fließen, kann mit den Maßnahmen der Abwasserentsorgung fortgefahren werden.
Bemängelt wurde im Rat, dass im Finanzplanungszeitraum für 2019 keine Mittel für die Anschaffung dringend erforderlicher Löschfahrzeuge für die Freiwillige Feuerwehr eingestellt wurden. Dies sei nicht möglich, argumentierte Bürgermeister Armin Postler (CSU), weil der Gemeinderat noch keinen entsprechenden Beschluss gefasst habe. Zum Ende des Jahres 2016 wird der Schuldenstand der Gemeinde Lauter sich auf 748 562 Euro belaufen, dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 656 Euro. Trotz der angespannten finanziellen Lage sei diese, so Weber, zufriedenstellend, bei zukünftigen Investitionen müsse man sich dennoch auf die Pflichtaufgaben beschränken. Der Gemeinderat beschloss am Ende einstimmig die Haushaltssatzung und den Finanzplan bis 2019.


Lauter mit im Boot

Mit im Boot der interkommunalen Zusammenarbeit im Rahmen der "Baunach-Allianz" sitzt auch die Gemeinde Lauter. Zur Erstellung eines Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) und des Vitalitäts-Checks VC 2 hat sich die Lenkungsgruppe für das Ingenieurbüro für Planung und Umwelt (IPU), Erfurt, entschieden. Das Allianzgebiet umfasst 27 200 Einwohner, so dass sich die Kosten für das Entwicklungskonzept auf knapp 36 000 Euro nach Abzug der Förderung, also auf rund 1,31 Euro pro Einwohner belaufen. Mit 9:2 beschloss der Gemeinderat, ihren Anteil der nicht durch Zuschüsse gedeckten Kosten zu übernehmen, wobei der Zweite Bürgermeister, Hans-Jürgen Zitzelsberger (CSU), seine Bedenken äußerte, dass der Betrag pro Einwohner sich auch wegen der nicht gedeckten Kosten der Öffentlichkeitsarbeit noch erhöhen könne.
Weiter informierte Postler unter anderem, dass die Abschlussveranstaltung der TG Lauter für eine gelungene Dorferneuerung erfolgreich gewesen sei, wobei die rundum erneuerte Brunnenstube ein wahres Schmuckstück für Lauter darstelle.