Geschwungene Bänke mit Ablagen und Lademöglichkeit fürs Handy, illuminierte künstliche Bäume: Ziemlich einzigartig, wie die Empfangshalle des Coburger Bahnhofs die Besucher empfängt. Der Coburger Bahnhof ist einer von 16 in Deutschland, der von der Bahn als "Zukunftsbahnhof" auserkoren wurde und entsprechend umgestaltet wird. Die Entwürfe dafür stammen vom Coburger Designforum Oberfranken (CDO). Alle Ideen konnten nicht umgesetzt werden, wie Architektin Marion Knonsalla sagt: Da sind manchmal die Sicherheitsvorschriften und Normen der Bahn im Weg. Bei den Sitzgruppen in der Empfangshalle mussten zum Beispiel Fluchtwege und der Abstand zum Blindenleitsystem berücksichtigt werden.

Der Fußgängertunnel unter den Gleisen und der B4 ist noch nicht ganz fertig. Einem Sprecher der Bahn zufolge waren die Tunnelwände sanierungsbedürftiger als gedacht. Das habe sich beim Abnehmen der Fliesen gezeigt. Für den Ausgang am Adamiberg entwarf das CDO ein Wegeleitsystem Richtung Hochschule und Medauschule. Doch bis alles installiert ist, könne es Herbst werden, erläutert Marion Knonsalla.

Offiziell eröffnet werden soll der "Zukunftsbahnhof" aber schon vorher. Der Termin steht indes noch nicht fest, wie Stadt-Pressesprecher Louay Yassin sagt - derzeitiger Vorschlag sei Donnerstag, 1. Juli, 16 Uhr.

Das CDO ist derzeit auch an anderer Stelle aktiv: Ab Donnerstag sollen voraussichtlich zwei Wochen lang jeden Abend Arkaden und Hofgarten illuminiert werden. "Lichtspiel einer Bilderreise" ist das Projekt betitelt, das mit Bühnengemälden des Coburger Malers Max Brückner (1836 - 1919) spielt. Beteiligt sind das Landestheater, Studierende der Hochschule, Unternehmen, Stadt und Landkreis. Beleuchtet werde jeden Abend mit Beginn der "blauen Stunde", also gegen 22 Uhr, sagt David Küffner vom CDO. Die Lichter erlöschen mit der Vestebeleuchtung um 23 Uhr, auch, um auf die Natur Rücksicht zu nehmen. sb