Die Haßfurter Polizei hat in den vergangenen Tagen sporadisch den öffentlichen Personennahverkehr überwacht. Es ging aufgrund eines steigenden Beschwerdeaufkommens wegen des laxen Umgangs mit der Maskenpflicht, besonders in Bahnhöfen, um die Einhaltung der Corona-Bestimmungen.

Die Polizei hat deshalb verstärkt die Bahnhöfe, Gleisanlagen und die Haltestellen im Landkreis kontrolliert. Als Ergebnis hält die Polizei nach ihren eigenen Angaben "positiv fest", dass von den Fahrgästen in den Zügen und Bussen nahezu hundert Prozent die Schutzbedeckung an Mund und Nase getragen haben. "Leider bestätigte sich jedoch die in den Beschwerden angeprangerte Thematik, dass beim Warten auf das Verkehrsmittel, beispielsweise auf den Bahnsteigen des Bahnhofsgeländes oder den Haltestellen beim Warten auf einen Bus, viele Fahrgäste keine Mund-NasenBedeckung aufsetzen oder diese beim Verlassen der Verkehrsmittel sofort vom Gesicht abnehmen", schildert die Inspektion in der Kreisstadt. Dies stelle sich jedoch problematisch dar, da an den Engstellen der Aus- und Eingänge immer die Gefahr einer Virusübertragung besteht, ebenso dann, wenn Kleingruppen auf dem Bahnhofsgelände zusammenstehen und auf den Zug oder den Bus warten.

"Uneinsichtiger junger Mann"

Aufgrund der räumlichen Enge an Aus- und Eingängen oder aufgrund der bewusst gesuchten Nähe bei Gesprächen von einzelnen Personen greift die Maskentrageverpflichtung auch dann, wenn keine separate Beschilderung aufgestellt ist, un-terstreicht die Polizei.

Bei der Kontrolle am Donnerstag hielten sich die Polizeibeamten mit bußgeldrechtlichen Beanstandungen zurück. Die Beamten mussten allerdings eine Anzeige wegen des Verhaltens "eines uneinsichtigen jungen Mannes" aufnehmen. Die eingesetzten Beamten führten "eine Vielzahl von Belehrungsgesprächen" und gaben Hinweise auf die Maskenpflicht auf dem Bahnhofsgelände und an den Haltestellen.

Die Polizei weist darauf hin, dass auch in den nächsten Tagen und Wochen Kontrollen an den Bahnhöfen und Bushaltestellen stattfinden werden. red