Mit 43 094 Euro Gewinn schließt der Maschinen- und Betriebshilfering Coburg/Kronach/Lichtenfels das Geschäftsjahr 2019 erneut erfolgreich ab. Der erwirtschaftete Verrechnungswert des Rings, der Bauern und Technik zusammenbringt, nebst seiner Tochterunternehmen liegt bei 6,2 Millionen Euro und ist um rund eine halbe Million gestiegen.

Gerlinde Jacob aus Mittelwasungen gehört zu den engagierten Betriebshelfern, die zur Jahreshauptversammlung des Maschinenrings Coburg/Kronach/Lichtenfels in der Zecherhalle in Stockheim-Neukenroth (Landkreis Kronach) geehrt wurden. "Betriebsretter" nennt sie der Vorsitzende Frank Menzner, weil von ihrer Arbeit in Krankheitsfällen die Bewirtschaftung der Höfe entscheidend abhängt. Gerlinde Jacob ist schon oft eingesprungen, hat Stallarbeiten erledigt und am Melkstand geholfen. "Aus Liebe und Leidenschaft zur Landwirtschaft", sagt die bescheidene Frau, die seit 1974 Bäuerin ist, ihren Hof aber inzwischen an die Tochter übergeben hat. Insgesamt sind 79 nebenberufliche, hauptberufliche und selbstständige Betriebshelfer im Einsatz.

Als Betriebshelfer geehrt wurden neben Gerlinde Jacob Inge Amberg, Ahlstadt, Sibylle Bauersachs, Staibra (Kronach), Markus Metzner, Tauschendorf, Hans-Ulrich Grosch, Weitramsdorf und Uwe Dotterweich, Rottenbach.

Ein weiteres Jahr extremer Trockenheit, ein Jahr der Verzweiflung in den Wäldern, aber auch ein Jahr, in dem die Bauern immer mehr und öffentlich für ihre Arbeit der Nahrungsmittelproduktion und der Kulturlandschaftspflege einfordern - das konstatierte Maschinenring-Geschäftsführer Holger Heymann. Den größte Posten bei der Maschinenvermittlung nehmen Futterbau und Strohernte ein. Der Maschinenring hat sich in den Jahrzehnten seines Bestehens zudem zu einem universellen Serviceanbieter und Dienstleister entwickelt. Rat und Informationen gibt es dazu, wie bei der ab 2020 vorgeschriebenen Gülleinjektion, der bodennahen Ausbringung von organischem Dünger, sich rechtzeitig um das Ordern der Technik zu kümmern. Auch heuer wird wieder die biologische Maiszünslerbekämpfung mit Schlupfwespen angeboten, ebenso wie im digitalen Zeitalter Helfer-Apps zu Diesel, Wetter, Ackerlandkartei oder Maschinenplattform.

Ein wichtiger Partner ist der Landschaftspflegeverband Coburger Land. 2019 wurden Landschaftspflegemaßnahmen im Wert von 400 000 Euro abgerechnet. Das reicht von der Pflege ökologisch wertvoller Biotopflächen über Fledermausschutzmaßnahmen bis hin zu Entbuschung, Weide- und Gehölzpflege. Im Rahmen des Blühflächenprogramms säten die Landwirte auf rund 20 Hektar Blühstreifen aus, in diesem Jahr sollen weitere zehn Hektar dazukommen.

Für die Maschinenring-Tochter MR Service zog Elias Deuerling Bilanz. Die Übernahme von Winterdienstobjekten mit einer Einsatzflotte von 46 Räumgespannen, so Deuerling, habe einen Umsatz von knapp zwei Millionen Euro eingebracht, sei ganz passabel, aber aufgrund der fehlenden Winter doch eher rückläufig. Andreas Sollmann legte das Betriebsergebnis der Mara-Pflanzenöle auf den Tisch. 3852 Tonnen Raps wurden zu 1,5 Millionen Litern Öl verpresst. Die Flächen allerdings seien im Rückgang. Für die WBV-MR Bioenergie zog Andreas Bächer Bilanz. Schwerpunkt sei, den regionalen Energiemarkt weiter stärken und für Biomasseheizwerke, wie das in Pressig, zu werben. gb